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Noch
am selben Nachmittag nach Ankunft der
Reisegruppe hält die bergbegeisterten
Wanderer nichts mehr im Hotel "Dombai".
Wir bestaunen die einmalige Bergwelt mit
Pik Ine, Sofrotschu und Dombai Ulgen während
wir dem Lift entgegenstreben.
Doch
dort müssen wir feststellen, daß eben dieser
Lift uns nicht Höhenmeter überwinden hilft:
"Lift njet Rabotajet", gibt uns
das Personal zu verstehen. Heißt also, daß
weder Lift noch Personal an der weiteren
Überwindung von Höhenmetern für uns arbeiten
werden und wir trotz wenig Aklimatisation selbst
die Höhe bezwingen müssen.
Im
Licht der Nachmittagssone liegt der mit
4047 Metern höchste Gipfel des Dombaigebietes
vor uns, der Dombai Ulgen. Man kann sich
an der Schönheit dieses Berges nicht satt
sehen
Noch
heute zählt der Berg zu den schweren Routen
im Kaukasus. Er wurde erstmals von den Sächsischen
Bergsteigern Oskar Schuster und Walter Fischer
im Jahre 1914 bestiegen. Während Schuster
ein vortrefflicher Könner im Eis war galt
Fischer als hervorragender Felstechniker.
Nur
unter höchstem Einsatz gelang es den
beiden den Berg zu bezwingen, hatten sich
die beiden Bergsteiger doch bereits nahe
des Gipfels vermutet. Ohne Rucksack merkten
sie jedoch bald, daß der Berg sie getäuscht
hatte. Dennoch erreichten die beiden Sachsen
am Nachmittag den Gipfel. In der Sächsischen
Schweiz erinnern Felsen an die beiden
hervorragenden Bergsteiger.
Am
nächsten Tag unternehmen wir noch einmal
eine Wanderung in Richtung Dombai Ulgen.
Wir gehen hinauf zu den Tschutschur-Wasserfällen.
Unsere erste Akklimatisierungstour verrät,
daß wir den Höhenverhältnissen des Kaukasus
noch nicht angepaßt sind. Wir erreichen
ziemlich abgekämpft einen Aussichtspunkt
von dem wir nun die ganze Herrlichkeit
der Bergwelt des Dombaitales geniesen können.
Nun liegen sie alle vor uns die Bergriesen:
Der
Alibek Baschi (3592m), der Erzog (3863m),
der Tschalow tschad (3884m), der Sulachad,
die schlafende Jungfrau (3409m) und Pik
Ine (3455m). Am Ende des Tales leuchten
die Schneefelder des Alibekgletschers.
Am
Nachmittag werden wir auf Tauglichkeit für
schwerere Bergwanderungen im Kaukasus ärztlich
untersucht. Jedem, der hierher gekommen
ist, fällt wohl ein Stein vom Herzen, wenn
die gestrenge Ärztin die Tauglichkeit attestiert.
Nun steht den schönsten Bergerlebnissen
im Kaukasus nichts mehr im Wege.
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