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Vom
Kaukasus sagt man, daß eine Mineralquelle
sprudelt, wenn man einen Stock in die Erde
sticht.
Wir
wollen die Narsanquellen in einem Seitental
der Teberda besuchen. 10 Kilometer wandern
wir durch ein liebliches Tal, und da wir
bei dieser leichten Wanderung nicht mit
unseren Kräften haushalten müssen können
wir sogar einige Liedchen anstimmen und
einigen Blödsinn veranstalten. Das begeistert
unseren Bergführer Ruslan ungemein.
In
der Nähe der Narsanquellen befindet sich
ein bescheidenes Erholungsheim oder Sanatorium.
Von den Quellen kommen gerade Leute in Badehose
und geschultertem Handtuch zurück. Es wird
also eine Weile dauern, bis die Quelle wieder
sprudelt, deren Lage im Augenblick
nur ein Eisenrohr markiert.
Besichtigen
wir also in aller Ruhe die anderen beiden
Quellen, deren Wasser nach faulen Eiern
riecht, das aber gar nicht mal schlecht
schmeckt. Die Steine um die Quellen sind
rostrot und schwefelgelb gefärbt.
Wir
verzehren wartend unseren Proviant. Es
stellen sich bald auch wieder die mit Handtuch
bestückten Badegäste ein. Lang kann wohl nicht
mehr dauern. Dann sprudelt die Quelle
unter immer stärker werdendem Druck in die
Höhe. Zum Spaß hatten wir einen großen Stein
auf das Rohr gelegt, der unter großem Hallo
abgehoben wird.

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