DIE ALTE HOHE STRASSE

 

 

 

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Topgrafie von Altstraßen

 Lichtenhain bis Waldhaus

Tomasov (Thomasdorf) - Tanzplan

Der Tanzplan (Tanecnice)

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© Wolfgang Trommer

letzte Änderung: 04.07.2008

     Verlauf der Alten Hohen Straße von Lichtenhain zum Hochbusch

 

     Hohlwegbündel am Waldrand vom Hochbusch (Rastplatz)

      Nach Ottendorf verläuft die Straße immer auf dem Höhenrücken.

Der Verlauf der Alten Hohen Straße zwischen Altendorf und Lichtenhain ist vermutlich mit der Landstraße identisch. Unsere Wanderung auf der Alten Hohen Straße beginnen wir im kleinen Ort Lichtenhain. Wir folgen zunächst ein Stück der Landstraße in Richtung Sebnitz. Wer in den ersten Weg einbiegt, der ist falsch, denn diese landwirtschaftliche Straße führt nach Ottendorf. Erst ein kurzes Stück später weißt ein Wegweiser auf die Alte Hohe Straße hin, die hier rechts von der Straße abzweigt und steil bergan zur Hochbuschkuppe führt.

Der Blick zurück offenbart uns die ganze Schönheit der Sächsischen Schweiz mit Schrammsteinen und den Tafelbergen auf der anderen Elbseite. Bald erreichen wir den Wald. Steil führt die Straße bergan. Seitlich im Wald ist ein Hohlweg zu erkennen, der vermutlich den alten Straßenverlauf markiert. Durch schattigen Mischwald können wir gemütlich ohne nennenswerte Steigungen wandern. Wird der Wald in der Ottendorfer Flur verlassen bietet sich eine herrliche Fernsicht auf das Schrammsteingebiet, den Kleinen und Großen Winterberg, die Hintere Sächsische Schweiz und die Mittelgebirge in Böhmen.  Vor uns sehen wir auch das Tagesziel, den Tanzplan (Tanecnice), der in der Landschaft markant dominiert. Sicherlich diente er schon in früheren Zeiten als Orientierungspunkt auf dieser Straße. Über sanfte Wiesen geht der Blick hinab nach Ottendorf. Die Alte Hohe Straße fällt nun steil bergab und kreuzt die Landstraße Sebnitz - Hertigswalde - Ottendorf. Rastplätze laden überall an der Hohen Straße zur Rast ein oder einfach um beim Betrachten des herrlichen Panoramas zu verweilen.

Noch einmal steuert die Alte Hohe Straße eine Kuppe an. Etwas vorher lohnt es sich noch einmal den Blick zurück zur Hochbuschkuppe schweifen zu lassen. Man kann den Verlauf der Straße zurück verfolgen und man kann erkennen, wie sich der Straßenverlauf den vorhandenen topografischen Bedingungen anpaßt.

Vermutlich gab es zwei Trassen um die bewaldete Kuppe herum, der wir jetzt entgegenstreben, und deren Namen wir nicht kennen. Die Straße strebt nun in sanften Windungen dem Gasthaus Waldhaus entgegen, wo die Straße Sebnitz - Saupsdorf - Hinterhermsdorf gequert wird.

Ein Stein, der als Wegweiser dient, hat wieder Ortsbezeichnungen erhalten, die mit Farbe aufgetragen wurden. Die alten, eingemeißelten Inschriften wurden nach 1945 herausgeschlagen. Nichts sollte nach der Vertreibung der deutschstämmigen Bevölkerung mehr an die deutschen Namen der Ortschaften in Böhmen erinnern. Die Vergangenheit sollte ein für allemal getilgt sein, doch die Geschichte fügt sich leider nach anderen Gesetzen, und so ist heute, 50 Jahre später noch immer nichts aufgearbeitet.

Noch ein Stück verläuft die Straße auf deutschen Gebiet, bevor wir die Staatsgrenze und den Übergang für Fußgänger und Wanderer erreichen.