Durch
dichten Wald erreichen wir
bergauf Tomasov
(Thomasdorf), wo uns am Ortseingang eine kleine
Kapelle begrüßt. Viel ist
nicht geblieben von der
Ortschaft. Zwei offensichtlich
nicht genutzte Ferienobjekte,
ein großes Sommerhaus und
eine Villa im Schweizerstil,
das scheint alles zu sein,
was diese Ortschaft noch
zu bieten hat. Aber immerhin
gibt es grenznah hier ein
Gasthaus.
Dem
Jesus am Wegekreuz
fiel über die Jahre in der
Grenzeinsamkeit ein Bein
ab, das man notdürftig mit
Draht befestigte. Über dem
Kreuz muß sich einmal eine
Inschrift befunden haben,
wie sich aus den Halterungen
schließen läßt. Da sie sicherlich
deutsch war mußte sie verschwinden.
Die Vertreibung der Menschen
aus ihrer angestammten Heimat
ist und bleibt ein dunkles
Kapitel in der Geschichte
zwischen Tschechen und Deutschen.
Am Weg finden wir einen
alten Stein. Seine Inschriften
kann man leider nicht mehr
genau entziffern es könnte
eine Jahreszahl aus dem
17. Jahrhundert eingemeißelt
sein. Ob Grenzstein oder
Sühnezeichen ist nicht zu
erkennen.
Hinter
der Ferienanlage weist der
Wegweiser nach links bergauf
zum Tanzplan. Auf asphaltierter
Straße wandern wir nun bergauf
und erreichen den Parkplatz.
Von hier müssen auch Autofahrer
zu Fuß weitergehen.
