DIE ALTE HOHE STRASSE

 

 

 

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Tomasov (Thomasdorf) - Tanzplan

 Der Tanzplan (Tanecnice)

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© Wolfgang Trommer

letzte Änderung: 30.06.2007

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem Tanzplan

 

Der Aufstieg zu Tanzplan zieht sich hin und in der Mittagshitze ist man froh wenn das Dach des Gasthauses durch die Bäume hervorlugt. Hier kehrt man dann durstig ein. Wenn auch das Ambiente der Gaststätte etwas weniger einladend wirkt, die Küche kann man empfehlen, sie ist vorzüglich.

Im Gastraum kann man sich über die Historie der Entwicklung des Tanzplanes informieren. Honorige Herren gründeten einst einen Tanzplanverein. Dann war es nach 1945 lange Zeit stiller um den Aussichtspunkt geworden. Mit größerer Durchlässigkeit der Grenzen entdeckten die Sachsen "ihren" Tanzplan wieder neu. Heute ist zwischen Tschechen und Deutschen wieder ein Tanzplanverein gegründet worden, wie eine Tafel am Eingang der Gaststätte mitteilt. Die tschechische Schrift dominiert etwas kräftiger als die deutsche Schrift, doch wenn man bedenkt, daß alles deutsche hier lange Zeit übertüncht war, ist das schon ein großer Schritt in eine gute Zukunft.

 

Der Tanzplan (Tanecnice) ist mit 597 m NN der zweithöchste Gipfel des Schluckenauer Zipfels. Auf dem Berg befindet sich ein achteckiger Aussichtsturm zu einem Drittel aus Steinen und zu zwei Dritteln aus Ziegeln erbaut im Jahre 1904. Der einmalige Panoramablick über die Sächsisch- Böhmische Schweiz und das Osterzgebirge als auch hin zum Iser- und Riesengebirge und hinein in die Lausitz entschädigen für den mühevollen Aufstieg über 138 Stufen.

 (Auszugsweise  der Informationstafel entnommen am Parkplatz Tanzplan.)

 

Schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stand auf diesem Berg auf einem dreieckigem Stein eine hölzerne Aussichtsplattform. Im Jahre 1886 wurde über die Errichtung eines Holzturmes entschieden. Dieser überstand die widrigen Witterungsbedingungen bis zum Jahre 1903, jenes Jahr in dem er durch einen Sturm zerstört wurde. Der Turm wurde gesperrt und demontiert.

Der Leiter des örtlichen Verschönerungsvereines rief einen Archidekturwettbewerb aus, bei dem der Vorschlag des einheimischen Baumeisters Josef Schulze zur Auswahl kam. Am 10. Juli 1904 erfolgte die Grundsteinlegung für den neuen aus Steinen erbauten Aussichtsturm. Im Juli des gleichen Jahres wurde der Rohbau vollendet und am 28. Mai 1905 wurde der Turm feierlich der Öffentlichkeit übergeben.

Bei der Einweihungsfeier wurde der Turm nach dem deutschen Kanzler Bismarck benannt. Er reiht sich somit in die an den Grenzen aller deutschen Gaue errichteten Bismarcktürme ein, jedoch untersagten die Behörden der Österreichischen Monarchie den Bau weiterer Türme. Sowohl die Österreichische Monarchie sollte in der Folge der geschichtlichen Ereignisse vergehen, nein auch ganz Europa sollte in einem unvergleichlichen Blutbad aus seinen vertrauten Fugen geraten, mit Folgen die bis heute noch immer nicht  überwunden sind.

 (Auszugsweise  der Infotafel entnommen am Aussichtsturm des  Tanzplan und ergänzt durch eigene Worte.)

 

Wir nehmen nicht den Weg nach Sebnitz, der uns gut ausgeschildert über den Ortsteil Hertigswalde wieder auf die Hochbuschgruppe führen würde. Wir entscheiden uns den Rückweg so zu nehmen, wie wir gekommen sind, denn wir wollen noch einmal die herrlichen Ausblicke auf die Sächsische Schweiz genießen.

 

 

 

 

 

Info zu Bismarcktürmen:           http://www.bismarcktuerme.de/

                                                       Kleiner Kuhberg bei Netzschkau