...
die
Alte Hohe Straße erreicht vom Böhmischen Nixdorf (Mikulásovice) kommend
bei Thomàsov die Grenze
zu Deutschland. Am Gasthaus Waldhaus zwischen Saupsdorf und Sebnitz
endet der dichte Wald und die Straße verläuft über die Höhen zwischen Sebnitz-
und Kirnitzschtal mit herrlichen Ausblicken auf die Felsenwelt der Sächsischen
Schweiz nach Lichtenhain, Mittelndorf, Altendorf und hinunter nach Bad
Schandau, wo vermutlich bei Wendischfähre die Elbe mittels Furth überquert
werden konnte.
Einst war sie eine wichtige Handelsstraße, die Sachsen mit Nordböhmen
verband. Aber auch eine
Verbindung nach Bautzen war
vorhanden, denn in Schluckenau
(Shluknov) mündete die Alte
Hohe Straße in die Salzstrasse,
die von Bautzen her kommt
und nach Prag führte. Ebenso
mündet in Schluckenau
die Sächsische Salzstraße
von Neustadt her kommend.
Das Teilstück
der Alten Hohen Straße zwischen der Böhmischen Grenze und Lichtenhain
ist unter Schutz gestellt. So ist uns dieser alte Handelsweg, der seit
uralten Zeiten dem Handel und Verkehr diente in seiner einzigartigen Ursprünglichkeit
erhalten geblieben. Leider zerstören die überdimensionalen land- und forstwirtschaftlichen
Geräte diese alte Straße
zur Zeit immer mehr.
Viel ist auf dieser Straße
geschehen. In Kriegszeiten wurde
die Straße zur Heerstraße. Soldaten überfielen die Dörfer
an der Hohen Straße und zwangen die Menschen zur Flucht in die unwegsamen
Felsregionen der Sächsischen Schweiz. Nicht umsonst gibt es in der Region so
viele "Schwedenlöcher", "Bauernlöcher" und "Kuhställe",
die Zufluchtsorte der Menschen in
Kriegs- und Notzeiten bezeichnen.