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Unsere Wanderung beginnt an der Autobahnbrücke Pirk. Wir folgen zunächst der gelben Wegmarkierung , die uns als Teil des Triebeler Rundwanderweges durch die Ortschaft Türbel steil bergan zum Hohen Kulm 515 m führt.Hier am Hohen Kulm tifft man nun auf den Burgsteinweg, der von Oelsnitz herauf teilweise auch identisch mit dem Vogtlandweg und dem Lehrpfad Vogtländischer Bergbau ist (siehe auch: Elsterradweg). Steil bergab führt der Weg hinab nach Dröda. Diesen Ort schließt an seiner Südseite die Staumauer der Talsperre Dröda ab. Die Staumauer war über Jahrzehnte die Grenze zum Sperrgebiet. Durch stille Feld- und Wiesenlandschaft geht es nun steil bergan nach Großzöbern. Man folgt der Bundesstraße B173 durch den Ort und biegt dann zur Kirche hin in die Trebeser Straße ein. Hier ist über die Trebeser Straße das Burgsteingebiet auf kürzerem Wege erreichbar. Der Burgsteinweg folgt nun dem ehemaligen Kollonnenweg der Grenze und unterquert bei Heinersgrün die Bundesautobahn A72, deren ohrenbetäubender Lärm leider die Schönheit und Stille der Landschaft für lange Zeit unterbricht. Der Weg führt nun durch einen Wiesengrund hinauf zu den Plattenhäusern. Den Wiesengrund hinab hat man aber zunächst schöne Blicke auf die St. Klara-Kapelle von Heinersgrün, die in einmaliger Schönheit auf einem Hügel die Landschaft dominiert. Fast verwunschen ist es auf der Platten, wo viele Spuren auf den einstigen Bergbau hinweisen. Hier sind sie noch zu finden, die alten vogtländischen Bauernhäuser, die als vorderes und hinteres Plattenhaus einst als Huthäuser dienten. Doch wie lange wird es das alte vogtländische Bauernhaus noch geben. Mit der Modernisierung verlieren diese typischen Häuser der Region ihr Aussehen. Verläßt man dann den wildromantischen Wald auf der Platten tauchen am Waldesrand vor uns die schönen Ruinen der Burgstein auf. Still ist es hier. Längst gibt es kein Gasthaus mehr, und die Burgsteinwirtinnen sind zur Legende geworden. Dafür verwehren neuerdings Schilder durch Privatbesitz dem Wanderer die Wegbenutzung. Was Jahrhunderte ungeschriebenes Wegerecht der Pilger war, wird nun unterbunden - man staune. Von einmaliger Schönheit sind die beiden Kapellen in unsere Zeit herüber gekommen. Ihr Ursprung und ihre Bedeutung sind ziemlich ungewiß. Aber die Kapellen sind von einmaliger Schönheit und können sich mit anderen derartigen Sakralbauten, wie beispielsweise Paulinzella durchaus messen. Wer wie wir im Frühjahr hierher kommt, der kann sich an den Frühjahrsblühern erfreuen und im Herbst macht die Laubfärbung den Ort genau so schön. Doch vor dem Wanderer liegt nach all der mystischen Schönheit noch ein weiter Rückweg. Über Ruderitz mit seinen schönen alten vogtländischen Bauernhäusern führt der Weg hinüber nach Geilsdorf mit den Resten seines alten Wasserschlosses. Dann führt der Weg hinab zum Laneckhaus, wo das Tal der Weißen Elster erreicht wird. Auf dem Elsterradweg geht es durch das Elstertal wieder die Autobahnbrücke Pirk zurück. Wir aber sind der gelben Wegmarkierung nach dem Ort Ruderitz ins Lohbachtal und ins Kemnitzbachtal gefolgt. In diesen Tälern erwartet den Wanderer eine einmalige Natur. Das Kemnitzbachtal ist Naturschutzgebiet und zu allen Jahreszeiten einmalig schön. An der Neumühle kann man noch den arthesischen Brunnen besichtigen, der durch eine Probebohrung der Wismut entstand. Dann folgt man der gelben Wegmarkierung über die Höhen hin zur Autobahnbrücke Pirk, wo wir diese anspruchsvolle Wanderung beenden.
Dem weniger trainierten Wanderer sei der Rundwanderweg um Burgstein empfohlen, der jedoch einen Abstecher hinauf auf die Platten enthalten sollte.
16.05.2006 © Wolfgang Trommer |