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Wenn
im Winter das Erzgebirge tief verschneit ist, dann lohnt es sich einmal
als Skifahrer den Anton-Günther-Weg kennen zu lernen.
Wir wollen den Weg von Rittersgrün
über Zweibach und Tellerhäuser hinauf gehen und am Deutschen
Gehau die Grenze nach Böhmen passieren.
(Inzwischen
sind weitere Grenzübergänge in Ehrenzipfel und Tellerhäuser
für Wanderer und Fußgänger errichtet worden, die ganzjährig
benutzt werden können.)
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Beachten
Sie trotz Beitritt Tschechiens zum Schengener Abkommen
weiterhin die Staatsgrenze. Um Verstöße zu vermeiden
nutzen Sie die Übergänge an denen Hohheitszeichen
stehen.
So
wird auch vermieden, daß versehentlich Naturschutzgebiete
betreten werden.
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Unsere Skiwanderung beginnt
in Ehrenzipfel. Der orange Wegweiser weist darauf hin, daß
wir uns auf einem Anschluß zur
Skimagistrale
Erzgebirge / Krusne Hory befinden.
Oberhalb des Ortes Ehrenzipfel
erinnert eine Gedenktafel an einen spektakulären Meteoritenfund. Den
Meteoriten kann man im Eisenbahnmuseum Rittersgrün besichtigen.
Bergan erreichen wir Zweibach
und dann schließen wir oberhalb des Ortes Tellerhäuser an die
Kammloipe an. Hier oben sind die Wälder tief verschneit und man muß
staunen über diese Winterpracht.
Wer den einsamen Grenzweg
nimmt, kann sich eindrucksvoll vom Waldsterben im Erzgebirge überzeugen.
Am Deutschen Gehau haben
wir einen ersten Ausblick hinüber ins Böhmische. Am Wintergrenzübergang
für Skifahrer passieren wir die Staatsgrenze. Über die weiten
Hochmoore des Erzgebirges geht während des Skifahrens der Blick
immer wieder hinüber zum markanten Spitzberg (Spicak).
Dann erreichen wir im schneidend
kalten Wind den Friedhof von Gottesgab, der geschützt von meterhohen
Schneewehen in seiner Winterruhe vor uns liegt. Die schwarzen schmiedeeisernen
Grabkreuze heben sich malerisch vom Weiß des Schnees ab.
Das Schönste aber ist
nach dieser Tour die Einkehr im böhmischen Wirtshaus, und da der Rückweg
noch weit ist, kann sich auch der Autofahrer zu den guten Knödeln
mal ein Bier mehr und einen "Karlsbader Becherbitter" zur Verdauung genehmigen.
Die Fahrt auf
Skiern zurück zum Ausgangspunkt unserer Tour ist leichter. Es geht
fast immer ein wenig bergein. In Tellerhäuser sinkt die Wintersonne
langsam herab zu den Bergkämmen. Nun kann man noch Kaffee trinken
und vielleicht in der Weihnachtszeit vom guten Stollen kosten.
Wer auf der Weiterfahrt
den Turm des alten Schulhauses sieht, der erinnere sich an die Liedzeile:
Wenn übern Berg es
Glöckel klingt...
Vom Klingen der Tellerhäuser
Schulhausglocke ließ der Sänger Anton Günther sich auf dem Nachhauseweg zu dem
bekannten Lied inspirieren.
In Zweibach liegt dann schon
die Dämmerung der hereinbrechenden Winternacht über den Gebirgswäldern. Feierlich leuchten in der
Weihnachtszeit die Lichter der Schwibbogen aus den Fenstern der Häuser.
Zufrieden und voller schöner
Eindrücke erreichen wir Ehrenzipfel.
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