60 Kilometer grenzüberschreitend wandern
Auf dem Anton-Günther-Weg
von Ehrenzipfel hinauf zum Fichtelberg
oder im Winter über die Grenze nach Gottesgab (Bozi Dar)
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© Wolfgang Trommer ZUR HAUPTSEITE GÜNTHERWEG                  WEITERBLÄTTERN GÜNTHERWEG .

  

 Wenn im Winter das Erzgebirge tief verschneit ist, dann lohnt es sich einmal als Skifahrer den Anton-Günther-Weg kennen zu lernen. 
Wir wollen den Weg von Rittersgrün über Zweibach und Tellerhäuser hinauf gehen und am Deutschen Gehau die Grenze nach Böhmen passieren.
(Inzwischen sind weitere Grenzübergänge in Ehrenzipfel und Tellerhäuser für Wanderer und Fußgänger errichtet worden, die ganzjährig benutzt werden können.)

 

Beachten Sie trotz Beitritt Tschechiens zum Schengener Abkommen weiterhin die Staatsgrenze. Um Verstöße zu vermeiden nutzen Sie die Übergänge an denen Hohheitszeichen stehen.

So wird auch vermieden, daß versehentlich Naturschutzgebiete betreten werden.

Unsere Skiwanderung beginnt in Ehrenzipfel. Der orange Wegweiser weist darauf hin, daß wir uns  auf einem Anschluß zur Skimagistrale Erzgebirge / Krusne Hory befinden. Oberhalb des Ortes Ehrenzipfel erinnert eine Gedenktafel an einen spektakulären Meteoritenfund. Den Meteoriten kann man im Eisenbahnmuseum Rittersgrün besichtigen.

Bergan erreichen wir Zweibach und dann schließen wir oberhalb des Ortes Tellerhäuser an die Kammloipe an. Hier oben sind die Wälder tief verschneit und man muß staunen über diese Winterpracht. 
Wer den einsamen Grenzweg nimmt, kann sich eindrucksvoll vom Waldsterben im Erzgebirge überzeugen.

Am Deutschen Gehau haben wir einen ersten Ausblick hinüber ins Böhmische. Am Wintergrenzübergang für Skifahrer passieren wir die Staatsgrenze. Über die weiten Hochmoore des Erzgebirges geht während  des Skifahrens der Blick immer wieder hinüber zum markanten Spitzberg (Spicak).

Dann erreichen wir im schneidend kalten Wind den Friedhof von Gottesgab, der geschützt von meterhohen Schneewehen in seiner Winterruhe vor uns liegt. Die schwarzen schmiedeeisernen Grabkreuze heben sich malerisch vom Weiß des Schnees ab.

Das Schönste aber ist nach dieser Tour die Einkehr im böhmischen Wirtshaus, und da der Rückweg noch weit ist, kann sich auch der Autofahrer zu den guten Knödeln mal ein Bier mehr und einen "Karlsbader Becherbitter" zur Verdauung genehmigen.

Die Fahrt auf Skiern zurück zum Ausgangspunkt unserer Tour ist leichter. Es geht fast immer ein wenig bergein. In Tellerhäuser sinkt die Wintersonne langsam herab zu den Bergkämmen. Nun kann man noch Kaffee trinken und vielleicht in der Weihnachtszeit vom guten Stollen  kosten.
Wer auf der Weiterfahrt den Turm des alten Schulhauses sieht, der erinnere sich an die Liedzeile: Wenn übern Berg es Glöckel klingt...

Vom Klingen der Tellerhäuser Schulhausglocke ließ der Sänger Anton Günther sich auf dem Nachhauseweg zu dem bekannten Lied inspirieren.

In Zweibach liegt dann schon die Dämmerung der hereinbrechenden Winternacht über den Gebirgswäldern. Feierlich leuchten in der Weihnachtszeit die Lichter der Schwibbogen aus den Fenstern der Häuser. 
Zufrieden und voller schöner Eindrücke erreichen wir Ehrenzipfel.

 

Auf halber Wegstrecke zwischen Ehrenzipfel und Rittersgrün befindet sich der Fuchslochstollen, der sich in der tief verschneiten Landschaft an den Berghang schmiegt. Unweit des Stollens befindet sich der Wettinbrunnen.

 

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