Die Höhlen der Sächsischen Schweiz
 
Kleinstein- ,Kuhstall- und Hickelhöhle
Diebshöhlen, Bennohöhle, Goldschmidthöhle, Weber- und Richtergrotte
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Das Elbsandsteingebirge ist reich an Höhlen.

Ebenso faszinieren den Besucher des kleinen Gebirges mächtige Überhänge wie die Weber- und die Richtergrotte. 

Diese Steingebilde entstanden durch Einstürze oder Auswaschungen. Ihre oft bizarren, ja kunstvollen Formen und ihre mitunter atemberaubende Größe haben sie dem Sandstein und seinen Einschlüssen aber auch  tektonischen Verwerfungen zu verdanken. 

    Sie begeisterten die Schweizbesucher zu allen Zeiten.

Wen wundert es da, daß die 2 m hohe und 7 m breite Sandsteinhöhle in den Affensteinen Kleines Prebischtor heißt und eine andere in den Bärenfangwänden Kleiner Kuhstall genannt wird. Prebischtor und Kuhstall sind nun einmal die bekanntesten Felsgebilde der Sächsischen Schweiz, und so werden alle anderen mit ihnen verglichen. 
Wären noch Namen wie Diebskeller oder Diebeshöhle zu nennen. Höhlen mit diesem Namen findet man am Quirl und am Kleinen Bärenstein. Oft stammen ihre Namensbezeichnungen aus der Zeit der Romantik. In dieser Zeit entdeckte man Natur und Schönheit wieder neu.

Höhlen boten schon in frühesten Zeiten schließlich Schutz und Unterschlupf dem Menschen und ebenso dem Tier. Deshalb üben Höhlen noch heute große Faszination auf uns aus. Der mächtige Kuhstall bot Mensch und Tier in den Zeiten des Dreißigjährigen Krieges Schutz. Sicherlich nutzte manche Höhle auch Räuber- und Diebesgesindel. Und die Goldschmidthöhle am Pfaffenstein diente als Geldfälscherwerkstatt.

Mutigen Männern aber diente die Höhle am Satanskopf während des Dritten Reiches als Druckerei für Flugblätter gegen die Diktatur. Die Höhle bot mit 13 m Länge, 2 m Höhe und 3 bis 4 m Breite beste Bedingungen.

Unweit davon die Höhle am vorderen Raubschloß, dem Frienstein. Sie ist nur über ein schmales Felsband am  schwindelerregenden 
Abgrund zu erreichen. 

Heute nutzen nur noch die Bergsteiger in der Sächsischen Schweiz die zahllosen Felsüberhänge und Höhlen als billiges Nachtquartier. Man nennt sie Boofen, und das Übernachten darin nennt man auch Boofen. So einfach ist das in Sachsen.

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    Die Kuhstallhöhle ist der Anziehungspunkt 
    am Fremdenweg wie schon vor 200 Jahren.
    Die Höhle ist 11 m hoch, 10 bis 17 m breit 
    und auf der Sohle 24 m tief.

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    Schon der Maler Ludwig Richter war fasziniert von der Schönheit der Kleinsteinhöhle.
    Er kam hierher, 
    um sie 1820 in einer Radierung festzuhalten.

    Die Felsenhöhle an der Südseite des Kleinsteins  hat eine Höhe von  10 m,
    ist 10 bis 12 m lang und 5 bis 7 m breit.

    Das spitz geformte Felsentor ist von einzigartiger Schönheit.

 

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    Die Hickelhöhle im Großen Tschand
    ist ein 45 m breiter und 12 m tiefer Felsüberhang.
    Unter diesem Fels zu stehen ist atemberaubend.

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    Die Diebeshöhle 
    am Quirl entstand durch Sandsteinauswitterungen. 

    Sie erreicht eine beachtliche Länge 
    von 29 m...

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    Die älteste Jahreszahl, die in den Fels der Diebeshöhle gemeißelt ist stammt von 1685.

    Der Steintisch wurde anläßlich eines kurfürstlichen Jagdessens errichtet. 
    Die herrschaftlichen Jagdgesellschaften waren nicht die ersten Jäger hier in der Höhle,

    wie Funde belegen. Die Diebshöhle nutzte man schon in der frühgeschichtlicher Zeit.

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    Die Diebshöhle am Kleinen Bärenstein ist durch einen riesigen Felsensturz und durch Auswaschungen entstanden.


    Auch als Götzingerhöhle bezeichnet erinnert sie an den Erforscher der Sächsischen Schweiz Magister 
    Wilhelm Leberecht Götzinger
    (1758 - 1818), 
    Er machte mit seinen Beschreibungen die sächsische Schweiz international bekannt.
    Auf dem Felsen über der Diebshöhle stand bis seiner Zerstörung 1945 das  größte Berghotel der Sächsischen Schweiz mit dem schönsten Ausblick auf das Gebirge.

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    Die Bennohöhle führt angesichts der zahlreichen markanten Kletterfelsen ein Schattendasein im Bielatal.
    Man kann sie auf einer Wanderung von der Ottomühle zur Grenzplatte besuchen.
    (Ohne Foto)

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    Das Prebischtor ist lange keine Höhle mehr. 
    Das Felsgebilde befindet sich aus der  Sicht der  Geologen im Stadium der Auflösung.
    Das Felsentor ist das größte Naturfelsentor Mitteleuropas. 

    Die Spannweite des Prebischtores an der Basis 26,5 m, die Höhe 16 m, die geringste Breite 7 bis 8 m.
    Die geringste Dicke der Deckenplatte 3 m,
    Das Felsentor darf nicht mehr betreten werden.

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Nicht alle Höhlen, die es in der Sächsischen Schweiz gibt, können wir auf dieser Seite beschreiben. Wir haben sicherlich die bekanntesten und schönsten ausgewählt, die die Künstlerin Natur aus dem einzigartigen Werkstoff Sandstein formte.

Stellvertretend für alle anderen Höhlen und Überhänge der Sächsischen Schweiz haben wir diese beiden ausgewählt. Es ist eine Boofe am Quirl (Bild oben) und die als Felsenscheune bezeichnete Boofe am Fuße des Pfaffensteines. Letztere formte die Natur aus riesigen Felsabbrüchen des Pfaffensteines. (Bild rechts).

 

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Auf dem Pfaffenstein befand sich das Versteck des Papiergeldfälschers E. A. Goldschmidt, der Anhaltinischen Kassenscheine nachzeichnete. 
In der nach ihm benannten Goldschmidtshöhle findet man das smaragdgrüne Leuchtmos an geschütztem Standort.

(Kein Foto)
 
Letzte Aktualisierung 10.11.2005
© Wolfgang Trommer
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