Der Frühling
wird überall sehnsüchtig erwartet, wenn die Zeit des Schnees
vorbei ist, und das unerträgliche Schmuddelwetter der Übergangsperiode
beginnt.
Im Elbsandsteingebirge
hat der Frühling durch große klimatische Gegensätze besondere
Reize. Wenn mitunter auf den Bergen rund um Sebnitz noch der Schnee liegt,
und einem der kalte Wind "auf den Steinen" noch um die Nase bläst,
beginnt im Elbtal bereits das Frühlingserwachen. Erste Baumblüten
erfreuen den Wanderer, der nun des Winters überdrüssig ist, und
sich nach erstem Grün sehnt.
In das Kirnitzschtal
beginnt dann der Frühling vom Elbtal aufwärts Stück um Stück
zaghaft vorzudringen. Es kann passieren, daß man im Kirnitzschtal
mit der Bahn vom ersten Grün hinein in die kahle Landschaft des Winters
fährt.
Wenn es dann
Frühling geworden ist im Kirnitzschtal, dann kann man sich nicht sattsehen
an der Blüte der Buschwindröschen an den Uferwiesen der Kirnitzsch.
Der Höhepunkt
des Frühlings aber ist die Blüte der Märzenbecher im Polenztal.
Durch ideale Bedingungen hat sich hier am Bachlauf der Polenz dieser selten
gewordene Frühblüher reich vermehren können. Ganze Blütenteppiche
überziehen mit ihrem leuchtenden Weiß die Wiesen am Bachufer.
Man kann sich nicht satt sehen an der Blütenpracht.