UNSERE REISE INS
PIRINGEBIRGE
EINE ABENTEUERLICHE
WANDERTOUR
Wir sind Ostthüringer, und unsere
Durchquerung des Pirin liegt schon ein paar Jährchen zurück.
Aber oft denken wir an diese Hochgebirgstour.
Wie man im Internet verfolgen kann
schicken sich jetzt die jungen Generationen an das Piringebirge zu erkunden.
Sie hören aus Erzählungen von der Schönheit der Bulgarischen
Gebirge und machen sich auf den Weg. Wieder fasziniert Neueinsteiger in
das Hochgebirgswandern als auch Könner diese Einmaligkeit der Hochgebirgstour.
Wir haben diese Tour schon 1975 gemacht.
Ich, der Verfasser dieser Homepage hatte
anläßlich einer Reise in das Rilagebirge erfahren, daß
sich im Südwesten Bulgariens das Piringebirge mit einer
einzigartigen hochalpinen Ausprägung befindet. Allerdings gab es zum
damaligen Zeitpunkt noch keine organisierten Reisen vom Reisebüro
für das Gebirge.
Das bedeutete, alles mußte selbst
organisiert werden, und das war alles nicht so einfach wie heute.
Mühsam trugen wir Kartenmaterial
und Informationen zusammen und nahmen Kontakt mit einem Bulgarischen Reisebüro
auf, das uns hervorragend unterstützte.
Die Ausrüstung mußte zusammengestellt
werden. Traggestellrucksäcke und Bergstiefel waren eine Rarität,
und ihr Tragekomfort nicht mit heutiger Ausrüstung zu vergleichen.
Atmungsaktive Regenkleidung noch lange nicht erfunden. Besser man hatte
gutes Wetter. Biwaksäcke nähten wir uns selbst. Die Maße
nahmen wir einem Biwaksack in einer Ausstellung über eine Pamirexpedition
ab. Man mußte findig sein.
Dann waren da die Behördengänge.
Man machte es Individualisten etwas schwerer. Besonders die die Buchung
des Fluges konnte zur Verzweifelung treiben.
Mal war unser Flug O.K. gebucht, dann war alles wieder unklar...
Spärlich war der Tagessatz an Taschengeld,
daß uns Vater Staat an "Reisedevisen" zugestand. Der Tagessatz,
den man umtauschen konnte, reichte gerade zum Notwendigsten. Da mußte
sparsam gewirtschaftet werden, es sei dann man war findig und konnte noch
eine zusätzliche Umtauschmöglichkeit finden.
Doch wir haben das alles geschafft, und
vielleicht war es deshalb auch so viel
schöner, weil alles so bescheiden und mit Mühen verbunden war.
Eines Tages im Juli 1975
erregten wir dann in der Abfertigungshalle
des Zentralflughafens Berlin-Schönefeld
mit unserem "Sturmgepäck" Aufsehen.
Die dröhnenden Motoren der IL
18 ,einer russischen Iljuschin, verursachten einen ohrenbetäubenden
Lärm. Aber das war egal . Wir flogen unserem Ziel entgegen. Im Gepäck
ausreichend "Schwarzgeld" für die Reisekasse und das bange Gefühl
was uns wohl auf dieser Bergtour alles erwarten und ob alles gutgehen würde.
Ganz wohl war uns nicht bei dem Gedanken an das was uns auf unserer Bergtour
vielleicht alles noch bevorstand.
Viel Spaß,
wenn Sie mit uns diese Reise noch einmal nacherleben. Wir würden uns
freuen, wenn der eine oder andere Bergfreund für seine eigene Pirindurchquerung
wertvolle Anregungen finden kann.