| 1209 |
Greiz
erstmalig urkundlich erwähnt |
| 1209 |
Heinrich V. verlegte infolge
einer Erbteilung seinen Wohnsitz von Weida nach Greiz |
| 1225 |
Burg Groitz und Stadtkirche
nachgewiesen |
| 1269 |
als "villa" (Dorf) erstmalig
genannt |
| 1306 |
Vogt Heinrich II. Reuß
von Plauen begründet die Linie Reuß-Greiz - Greiz wird Herrschaftssitz
der Reußen |
| 1359 |
Greiz erstmals als "stat"
ewähnt |
| 1449 |
Burg und Stadt werden geteilt
in Vorder- und Hinterschloß, später Ober- und Untergreiz |
| 1486 |
Bürger,
Rat und Ratssiegel nachweisbar |
| 1494 |
Großer Stadtbrand
(51 Häuser wurden zerstört) |
| 1527 |
Ältestes Greizer Stadtprivileg
von Fürst HeinrichXIII. Reuß erteilt |
| 1533 |
Einführung
der Reformation in Reuß |
1564 - 1616
und
1625 - 1768 |
Teilung des winzigen Landes
in Ober- und Untergreiz durch Erbteilung |
| 1564 |
Für die Untergreizer
Linie wird das "Untere Haus" gebaut, das 1724 zum Unteren Schloß
ausgebaut wird. |
| 1591 |
Gründung des ältesten
Unternehmens der Stadt Greiz, der ab 1808 im Besitz der Familie Günther
befindlichen Papierfabrik. |
| 1610 |
Großer Stadtbrand
(78 Häuser zerstört) |
| 1660 |
Wirtschaftsentwicklung durch
Tuch- und Zeugmacher, Schwarz- und Schönfärber |
| 1673 |
Das Geschlecht der Reußen
wird in den erblichen Reichsgrafenstand erhoben |
| 1697 |
Graf Heinrich der VI. Reuß
trägt zur Befreiung Wiens von den Türken bei. Er wird in der
Schlacht von Zenta tötlich verletzt. |
| 1768 |
Vereinigung der Herrschaften
Ober- und Untergreiz
zur Grafschaft Reuß
ältere Linie |
| 1778 |
Erhebung
des Greizer Grafenhauses in den erblichen
Reichsfürstenstand, Greiz wird damit
Haupt- und Residenzstadt des Fürstentums
Reuß ältere Linie.
|
| 1779 |
Das Sommerpalais wird als
"Maison de belle retraite" in einem nach französischen Stil gestalteten
Lustgarten errichtet. |
| 1802 |
Goßer Stadtbrand,
ein erheblicher Teil der Stadt wird ein Raub der Flammen. Größter Stadtbrand
in der Geschichte der Stadt Greiz. |
| 1807 |
Beitritt der Reußischen
Fürsten zum Rheinbund.
Reußische Truppen
nehmen an
Feldzügen in Tirol
und Spanien teil. |
| 1802 - 1850 |
Die meißten der Webereifirmen
wurden in der ersten Hälfte des
19. Jahrhunderts gegründet
und durch den Zusammenschluß der thüringischen Staaten zu einem
Zollbund gefördert. |
| 1833 |
Greiz zählt mit Beginn
der industriellen Entwicklung
5600 Einwohner |
| 1862 |
Einführung des mechanischen
Webstuhls |
| 1861 |
Greiz zählt bereits
ca 10000 Einwohner. |
| 1865 |
Eisenbahnanschluß
nach Brunn, später Neumark |
| 1868 |
Erster Großbetrieb
mit 200 Webstühlen. |
| 1866 |
Preußen erklärt
Reuß Ältere Linie den Krieg
(Reuß ist Alliierter
Österreichs) |
| 1871 |
Reuß ältere Linie
wird Bundesstaat des Deutschen Reiches |
| 1872 |
Beginn der gartenkünstlerischen
Umgestaltung des Parkes durch Petzold und Reinecken (Unter Heinrich des
XXII R. ä.L.) |
| 1875 |
Elstertalbahn Gera-Greiz-Plauen
eröffnet |
| 1867 |
Der letzte regierende Fürst
aus dem Greizer Hause wird volljährig und übernimmt die Regierungsgeschäfte.
preußenfeindlich nimmt
er nicht an der Krönung des Kaisers in Versailes teil. Reuß
stimmt im Bundesrat allein gegen die Sozialistengesetze. |
| 1888 |
Die Preußisch gesinnte
Kaufmannschaft setzt gegen die Bindung des Reußischen Fürstenhauses
an Habsburg durch, daß Greiz das erste Kaiser-Wilhelm-Denkmal Deutschlands
errichtet. |
| 1843 |
An das Gewächshaus
im Park wird das kleine Hoftheater nach Art der Lauchstädter Bühne
angebaut. |
| 1897 |
Gründung eines Philharmonischen
Orchesters |
| 1902 |
Heinrich XXII. stirbt und
wird im Mausoleum Ida-Waldhaus beigesetzt. Noch einmal erlebt Greiz einen
prunkvollen Auftritt des Adels während der Trauerfeierlichkeiten. |
| 1902 |
Das Haus Reuß jüngere
Line führt nun die Regierungsgeschäfte.
Der letzte männliche
Sproß der älteren Linie ist dauernd regierungsunfähig.
Mit seinem Tod im Jahre
1927 erlischt das Haus ältere Linie. |
| 1910 |
Die Stadt hat 23000 Einwohner |
| 1918 |
Novemberrevolution zwingt
die fürstliche Regierung zur Abdankung |
| 1919 |
Die Fürstentümer
Reuß werden zum Volksstaat Reuß vereinigt. |
| 1920 |
Greiz wird des Teil Landes
Thüringen |
| 1921 |
Greiz wächst mit seinen
Vororten zusammen durch eine rege Bautätigkeit entstehen am Pohliz-und
am Irchwitzberg neue Miethäuser. |
| 1922 |
Greiz vergrößert
sich durch die Eingemeindung 14 umliegender
Gemeinden. (1931 zählt
die Stadt fast 40000 Einwohner, die sich erst verringert, als viele Menschen
in die Industriezentren der ehemaligen DDR bzw. nach der Wiedervereinigung
Deutschlands nach dem Westen Deutschlands abwandern.
(Ab 1989 sinkt die Einwohnerzahl
rapide. Durch Arbeitsplatzverlust bedingter Wegzug der Menschen) |
| 1922 |
Staatliche Bücher- und Kupferstichsammlung
im Sommerpalais eröffnet. |
| 1924 |
Einweihung des Greizer Sommerbades. |
| 1929 |
Eröffnung des Heimatmuseum im Unteren Schloss. |
| 1932 |
Greizer Stadtbücherei eröffnet. |
| 1945 |
Greiz hat den Krieg fast
unversehrt überstanden. Lediglich viele Brücken sind gesprengt,
wenige Häuser zerbombt
Am 17. April 1945 ziehen
in Greiz die Amerikaner ein, ab 1.Juli Sowjetische Besatzungszone.
Zahlreiche Fabrikanten verlassen
Greiz in Richtung Westen.
Greiz
eröffnet als eine der ersten Städte in
Deutschland
eine Line für Oberleitungsbusse, auch
als O-Bus bekannt.
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| 1952 |
Greiz wird Kreisstadt im
Bezirk Gera,
(Das Land Thüringen
existiert nicht mehr) |
| 1975 |
Errichtung der Karrikaturensammlung
"Satirikum im Sommerpalais |
| 1989 |
Der Untergang der DDR und
die "Wendezeit" gehen auch an Greiz nicht spurlos vorüber. Greizer
sind maßgeblich an politischen Aktivitäten beteiligt. Beiderseits
der "Fronten" - versteht sich. Greizer sind an der Gründung
einer Sozialdemokratischen Partei (SDP) maßgeblich beteiligt.
Greizer nehmen aber auch
in Kampfgruppenuniform an der Überwachung der Demonstrationen in Plauen
und bei der Durchfahrt der Flüchtlingszüge in Reichenbach teil. Und während Iphrahim
Böhme als Synonym des Stasi-Sumpfes
"Karriere" macht, sind andere
Genossen bereits in der neuen Gesellschaft angekommen. |
| 1990 |
Festakt zur Wiedervereinigung
Deutschlands in der Stadtkirche |
| 1991 |
Eröffnung des Hallenschwimmbades
in Greiz Aubachtal. |
| bis 1992 |
werden durch die Treuhand
fast sämtliche Betriebe abgewickelt.
Was übrig bleibt siecht
mit Fördergeldern bis zur Jahrtausendwende dahin, wenige der alten
Arbeitsplätze bleiben nach dieser in der Geschichte wohl einmaligen
Deindustriealisierung noch erhalten.
Neu entstehende Unternehmen
können das entstandene Vakuum an Arbeitsplätzen nur wenig mildern.
Trotz massiver Abwanderung
von Arbeitskräften in den Westen, Vorruhestandsregelungen und arbeitsmarktpolitischer
Maßnahmen liegt die Arbeitslosenquote bei ca 17 %. |
| bis 2002... |
...sind dort, wo einst große
Betriebe vielen Menschen Lohn und Brot gaben, Industriebrachen vorzufinden.Tausende
Greizer nehmen Anteil an der Sprengung des Textilveredlungswerkes
(vorm. Fa Schleber), eines
der ersten Industriehochhäuser. |
| 2002 |
Die Zahl der Einwohner sinkt
weiter, so eine neuerliche Studie.
Im - in den Siebzigerjahren
erbauten - Neubaugebiet Pohlitz-Reißberg fällt das erste Haus
der Abrißbirne zum Opfer. |
| 2004 |
Mit der Bezeichnung Hartz
IV werden einschneidende Maßnahmen für Langzeitarbeitslose durchgesetzt.
Die Volksseele kocht aber sie kocht nicht über. Neuerliche Montagsdemonstrationen und die
Gründung eines Vereins gegen Soziale Kälte.
Zu wenige beteiligen sich an den
Demonstrationen gegen Hartz IV. Proteste der einstigen Montagsdemonstranten
von 1989
"gegen Mißbrauch" des Namens der Montagsdemos". |
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2005
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Auch
andere Strömungen erkennen und
nutzen die soziale Schieflage des Landes
für ihre Zwecke:
50 Jahre
nach Ende des zweiten Weltkrieges marschiert
die NPD für soziale Gerechtigkeit und
gegen die Agenda 2010 durch Greiz.
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2006
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Viel
Geld wird für die Sanierung der Baudenkmäler
der einstigen Residenzstadt Greiz zur
Verfügung gestellt. Allein die Sanierung
des Oberen Schlosses verschlingt Unsummen.
Für den fürstlichen Marstall kommt jede
Hilfe zu spät. Man ließ das Gebäude
so lange verfallen, bis auch der Denkmalschutz
dem Abriß zustimmt. "Endlich verschwindet
dieser Schandfleck.", so der Kommentar
des Bürgermeisters. Monopoly läßt grüßen,
schon bald nach dem Abriß denkt man
über Bau- und Straßenpläne nach.
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2007
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Die
Investition in ein neues Produktionsgebäude
einer bereits wieder in Greiz ansässigen
Firma läßt auf die Schaffung neuer Arbeitsplätze
in Greiz und auf eine gute Zukunft hoffen.
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2008
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Die
Fürstensäle im Oberen Schloss werden
nach umfangreichen Sanierungen übergeben.
In dreijähriger Bauzeit sind repräsentative
Räume im Oberen Schloss der Stadt Greiz
entstanden, die für Tagungen, Feiern
und Trauungen genutzt werden können.
Seit
1992 flossen10,6 Millionen Euro, darunter
auch Fördermittel in die Baumaßnahmen
des Oberen Schlosses.
Grundsteinlegung
für ein neues Theater im Areal des Goetheparkes.
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2009
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Der
Freundeskreis Greizer Park e.V. gründet
sich und läßt hoffen, daß durch Mitarbeit
der Greizer Bürger der weitere Erhalt
und die Pflege des Greizer Parkes gesichert
ist.
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2010
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Greiz
hat in der Carolinenstraße ein neues
Theater, das den Namen "Vogtlandhalle"
erhält.
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