60 Kilometer grenzüberschreitend wandern
Auf dem Anton-Günther-Weg

 Der alte Grenzstein - Stary hrancny kamen - ein Dreiländerstein

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© Wolfgang Trommer HAUPTSEITE GÜNTHERWEG                  WEITERBLÄTTERN GÜNTHERWEG                     TSCHECHISCH CESKY .

 

Der Wanderer, der vom Keilberg herab kommt, sollte an der Einmündung der Fahrstraße zum Keilberg eine etwas beschwerliche Wegstrecke auf fast unkenntlichem Pfad auf sich nehmen und den alten Dreiseitstein, auch als Dreiländerstein bezeichnet, an der Grenze aufsuchen.

Der alte Dreiländerstein stammt aus der Zeit Maria Teresias. Er hat damals drei Länder geteilt:

das Königreich Böhmen (zum Kaiserreich Österreich Ungarn gehörig), das Königreich Sachsen und das Gebiet des Adelsgeschlechtes Schwarzenberg. Wie das Land der Schwarzenberger dann zu Böhmen geschlagen wurde, haben wir auf der Seite über Halbe Meile beschrieben.

Heute steht neben dem Dreiländerstein der an dieser Grenze übliche Grenzstein mit den Initialen "D" für  Deutschland und "C" für ( Ceska Republika) Tschechische Republik. Es ist noch nicht lange her, da trugen diese Grenzsteine die Initialen "DDR" und ein in sich verschlungenes
"CS" für die Tschechoslowakei (Ceska Slowenska Republika).

Der Vertrag von Eger (auch Hauptvergleich von Eger), geschlossen am 25.4.1459, legte die Grenze zwischen Böhmen und Sachsen auch für das Erzgebirge fest. Sie ist noch heute grösstenteils gültig und gehört somit zu den ältesten, noch bestehenden, Grenzen Europas.

Zum damaligen Zeitpunkt vereinbarte Kurfürst Friedrich und Herzog Wilhelm von Sachsen mit dem König von Böhmen Georg von Podebrad, dass Städte, Schlösser, Märkte und Dörfer, die in dem Kronbereich Böhmens diesseits des Waldes lagen (Brüx/Most, Burg Riesenburg/Ryzmburk und Dux/Duchcov samt aller geistlichen und weltlichen Mannschaft, Renten, Zinsen, Zollen usw.) zu Böhmen gehörten, wogegen die jenseits des Waldes im Vogtland und in Meißen gelegenen Güter und Schlösser, den sächsischen Herzögen verbleiben sollten. Durch diesen Vertrag wurden die auftretenden Grenzstreitigkeiten weitgehend beseitigt. Dennoch waren einige Orte und Herrschaften nördlich des Erzgebirges und in dem Vogtland zusätzlich Lehen der Böhmischen Krone. 

Das Wappen des Adelsgeschlechtes der Schwarzenberger dokumentiert den einstigen Besitz diese Gebietes durch die Schwarzenberger, das dann an die  Böhmische Krone abgetreten wurde. Die Veränderung der mit diesem Vertrag fixierten Grenzen erfolgte 1546, als sich Herzog Moritz und König Fredinand nach dem schmalkaldischen Krieg die Herrschaft Schwarzenberg als Kriegbeute teilten.

Auf der dritten Seite des alten Grenzsteines findet man das Wappen des Königreiches Sachsen und des Königreiches Böhmen. (unten)

Diese Grenzsteine markieren die Zeiten und Ereignisse an dieser Grenze sehr eindrucksvoll. Das "C" für Ceska Republika ist noch sehr neu auf diesem Grenzstein Nummer 14 und löste das "CS" ab. Das "D" für Deutschland löste das "DDR" auf den Grenzsteinen ab. Dahinter das Wappen der Böhmischen Könige am alten Grenzstein. (Bild unten links)

 

 

Trojboky hranicni kamen s historickym znakem pochazi z doby Marie Terezie. Je umisten na rozhrani tri zemi Cech, Saska a uzemi rodu Schwarzenbergu. 
Vedle nej stoji dnesni hranicni kamen Ceska republika - Nemecko.

Jak se k nému dostanete?
Z Boziho Daru se vydáte smérem na Klinovec. Dostanete se az k odbocce na parkovisté k lyzarskému aréalu Neklid a naproti ni na levé strané silnice stoji drévena bouda (stanice elektro). Od ni se vydate po panelové cesté sikmo k lesu a pak loukou doydete primo k hranicnimu kamenu.