Auf dem Anton-Günther-Weg

Ein Abriß von politischen Meinungen zur Vertreibung

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© Wolfgang Trommer ZUR HAUPTSEITE GÜNTHERWEG             ZUR HAUPTSEITE HALBEMEILE .
x Wallenstein
Sein Leben erzählt von Golo Mann

Siedler 
5. Auflage 1994

(Die böhmische Revolution)

Man könnte nicht sagen, daß die böhmischen Stände eine glückliche Hand gehabt hätten. Ihre Bestrebungen, sich mit den Ständen der habsburgischen Schwesterlande zu konförderieren, fruchteten nicht. Zu einer sonderbaren Diskussion, richtiger Nicht-Diskussion, über dies hohe Ziel, kam es 1615 auf einem General-Landtag in Prag, einer Versammlung aller Länder der Wenzelskrone, zu der man auch die Österreicher eingeladen hatte. Als sie unter Verbeugungen eingetreten waren, wurden sie von oben herab nach ihrem Begehr gefragt, man selber habe keines; dies weil die Barone Böhmens es für unter ihrer Würde hielten, als erste mit einem Bündnisvorschlag herauszurücken. Verdutzt und verbittert reiste die Delegation ab.
Die gleiche Versammlung beschloß ein Gesetz zum Schutz der tschechischen Sprache:
Es sollte niemand mehr Einwohner des Landes, Bürger einer Stadt werden dürfen, der sie nicht verstünde. Hier erscheint für einmal das nationale Element, das in all diesen Konflikten längst nicht so oft, so deutlich, so überwiegend erscheint, wie wohl geglaubt wird.

 

. Golo Mann
Über Winston Churchill

Nachruf zum Ableben Churchills im Januar 1965
(Aus Lexikon "Die Zeit")

Manches im deutschen Wesen heimelte ihn ( Churchill Anm.) an: der Ernst und Fleiß; die schönen alten Städtchen des Frankenlandes; der militärische Pomp; das Konservative überhaupt. Noch mehr lag ihm Habsburg-Österreich. In "The unknown War" beschreibt er das Sterben Franz Josefs, so als sei er selbst trauernd dabei gewesen.
Dass er den Präsidenten Benesch als einen der Zerstörer der Donaumonarchie verachtete, weiß ich; in seinen Schriften wird es nur angedeutet.

 

x Fritz Klein
Publizist
Sie (die Ganze Nation-d. Verf.) faßt es nicht und wird es niemals fassen, daß der von einer deutschen Mutter Geborene geringeren Rechtes sein soll, als der Tscheche und Slowake."

 

x Thomas Woodrow Wilson
(Präsident der USA)
1918 bei den Friedenskonferenzen
von St. Germain
"Diejenigen, die das Recht auf Selbstbestimmung mißachten, legen den Keim zu neuen Kriegen in den Schoß der Welt."

 

x Masaryk Wir haben diesen Staat erstritten - und die staatsrechtliche Stellung unserer Deutschen in der Tschechoslowakei, die einst als Auswanderer und Aussiedler hierher gekommen sind ist damit festgelegt. Wir haben ein gutes Recht auf die Reichtümer des gesamten Landes.
Masaryk (23.12.1918)

Und gegenüber den Allierten des 1. Weltkrieges:

"Den Deutschen wird es gut gehen." Masaryk hat den Allierten klar gemacht, daß eine Trennung von Deutschen und Tschechen unmöglich ist. Das Sudetenland ist ein gemischtes Gebiet. Eine Trennung wird es nicht geben, aber die Deutschen sind gleichberechtigt, ohne Sonderstatus.

Die Deutschen werden als Minderheit aktzeptiert, müssen aber Tschechisch lernen. Das ist die Antwort auf die jahrhundertelange Vorherrschaft der Österreicher. (Die Österreicher leiteten den Untergang des blühenden Staatswesens Böhmens ein. Der Hass der Tschechen, der daraus erwachsen war entlud sich nun auf alles Deutsche also mit Reprässalien auf unschuldige Mitbürger.

 

x The Times "Gegen diese untreuen  und hinterhältigen Minderheiten ist das dultsame tschechische Herz verhärtet, Dr. Benesch und seine Regierung sind eisern entschlossen, den Staat von fast allen seiner 3,5 Millionen Deutschen zu befreien..."(Artikel aus der Times)

 

x Aussage des Narodny Vybor bei Verhandlungen mit dem sudetendeutschen Sozialdemokraten Josef Seliger Die Selbstbestimmung ist zwar eine schöne Phrase - aber jetzt entscheidet, da die Entente gesiegt hat, die Gewalt."

 

x Erklärung Thomas Masaryk 1920 "Die Entgermanisierung" der von den Deutschen in der Tschechoslowakei bewohnten Gebiete wird rasch fortschreiten."

 

x Konrad Henlein 1938 auf einem Parteitag der Henlein-Partei

am 24.04.1938 auf einem Parteitag der Henlein-Partei in Karlsbad:
8-Punkteprogramm, das beinhaltet:

Volle Freiheit zum Bekenntnis des Deutschtums und der Deutschen Weltanschauung. (Also Nationalsozialismus, Deutsche Selbstverwaltung, Wiedergutmachung)

Diese Forderungen waren von Prag unannehmbar.

 

x Adolf Hitler 1938 Anweisung an Henlein nach Münchner Abkommen und vor Einmarsch der Deutschen Truppen

So viel fordern wie Prag nicht erfüllen kann.

 

x Konrad Henlein

03.10.1938 (Der Führer Adolf Hitler kommt nach Asch zu einer Kundgebung)

Konrad Henlein:
"20 Jahre waren wir gezwungen in einem Staate zu leben in den wir nicht wollten in den wir nicht hineigehörten und der sein einzige Tätigkeit darin gesehen hat unser Volk zu bedrängen..."

Hoffnungen der Deutschen Minderheit werden geweckt durch Hitler dem Deutschen Reich angegliedert zu werden und in besseren Bedingungen als unter den Repressalien der Tschechen leben zu können.

 

x Erklärung Thomas Masaryk 1920 "Die Entgermanisierung" der von den Deutschen in der Tschechoslowakei bewohnten Gebiete wird rasch fortschreiten."

 

x Benesch 1942:
"Wir müssen uns all jener Deutschen entledigen, die 1938 dem tschechoslowakischen Staat den Dolch in den Rücken gestoßen haben, wenn wir auch zugeben, daß Umsiedlungen eine schmerzhafte Operation sind. Die Verfasser der Friedensregelung können sich nur dann einverstanden erklären, wenn die Umsiedlungen human organisiert und international finanziert werden."

1944:
"Wenn eine Lösung des Minderheiten-Problems auf irgend eine andere Weise nicht möglich ist, bin ich auf die harte Notwendigkeit der Bevölkerungsumsiedlung vorbereitet. das Problem unserer Deutschen werden wir radikal lösen."

 

x Vàclav Havel "Ich bin überzeugt, daß wir weder einen Rechtsstaat noch einen demokratischen Staat bauen werden, wenn wir nicht gleichzeitig - ...- einen menschlichen, sittlichen, geistigen und kulturellen Staat bauen werden.

Kein Staat und kein juristisches, politisches und Verfassungssystem ist etwas "an sich" sondern erwächst immer im Gegenteil aus irgendwelchen konkreten zivilisatorischen, geistigen und kulturellen Werten und Traditionen, die ihm Inhalt einflösen und Sinn  garantieren.

Ohne einen Komplex allgemein akzeptierter, allgemein geteilter und gefestigter Werte, Imperative Verpflichtungen, Maßstäbe und Ideale wird weder ein Gesetz noch die Demokratie und nicht einmal die Marktwirtschaft funktionieren.

(Vàclav Havel "Von welcher Zukunft ich träume")

 

x Noch heute hat jeder Ort, aus dem Menschen vertrieben worden sind, eine Straße die benannt ist nach dem Präsidenten der USA (1933 - 1945) Franklin  D. Roosevelt.  

 

 

Vàclav Havel

(Auszug aus der Rede von Vàclav Havel, Staatspräsident der CSFR vom 05.03.1990, dem 51.Jahrestag der Errichtung des "Reichsprotektorates Böhmen und Mähren)

Sechs Jahre nationalsozialistischen Wütens haben ausgereicht, dass wir uns vom Bazillus des Bösen anstecken ließen, dass wir uns gegenseitig denunzierten, dass wir uns das Prinzip der Kollektivschuld zueigen machten. Anstatt nur jene zu richten, die ihren Staat verraten haben, jagden wir alle aus dem Land. Das war keine Strafe, das war Rache an vielen unschuldigen Menschen. Dadurch, dass wir plötzlich ein umfangreiches Stück unseres Landes verwüstet haben, haben wir das Unkraut der Verwüstung in unserer Heimat gelassen.

 

x Auszug aus, Werner Bräunig, Rummelplatz, Aufbau - Verlagsgruppe Berlin, 1. Auflage Denn sie waren heimgekehrt aus dem Krieg, ein paar Millionen, ein paar Tausend aus den Zuchthäusern, die einen halb so viel, die einen nicht mal ein Zehntel von denen, die sie vorher gewesen waren. Da waren sie heimgekehrt in ihr Land, das ihr Land nicht mehr war, und noch nicht wieder, heimgekehrt in ihr Karthago. Und hatten viele die Frau nicht mehr gefunden und die Frau nicht den Mann, und die Kinder nicht Mütter und Väter. Aber ein paar hatten gewußt, was getan werden mußte, trotz alledem. Und hatten den einen mitgerissen und der eine den anderen, und hatten angefangen mit dem, was noch übrig war, das war fast nichts. Aber aus fünf zerbombten Maschinen hatten sie eine gemacht, die wieder arbeitete, aus hundert Gramm Brot täglich ein ganzes Pfund, und hatten Straßen enttrümmert und Betriebe, und hatten einen Anfang gemacht, den man sehen konnte und mit Händen greifen. Und obschon ihrer viele nicht zurückgekommen waren, hatte das Land mehr ernähren müssen als jemals zuvor. Denn es waren welche gekommen aus dem Riesengebirge und aus den Sudeten, aus  Breslau und Königsberg, denen war die Heimat verspielt worden in diesem Krieg, und suchten nun ein Fleckchen Erde, wo sie bleiben konnten. Also waren sie zusammengerückt, besiegt und viel Feind miteinander, und feind mit der Welt. So hatten sie sich eingerichtet. Als es aber langsam, ganz langsam wieder bewohnbar geworden war, dieses Stück Deutschland, als sichtbar wurde, daß sie nicht untergingen an ihrer zerbrechlichen Gemeinschaft, als die lächerlichen Parolen anfingen wahr zu werden - da hatten die Anstifter zweier Kriege zusammengefunden über drei Besatzungszonen hin mit den Siegern zweier Kriege, und hatten das Land geteilt. Verschanzt hinter 121 Hochöfen, saßen sie sicher und taten ein Drittel Deutschlands einfach ab, das ärmste Drittel, in dem die ärmsten plötzlich selber Geschichte machen wollten, die Proleten; aushungern würde man sie, blockieren, boykottieren, sabotieren. Die Wirtschaft dieser Ostzone würde zusammenbrechen, ganze 1,3 Prozent der Kohle, vier windigwacklige Hochöfchen und ganze sieben Prozent Stahl, lächerlich!

 

x Antje Vollmer
Die Grünen
"Die Wahnidee der ethnisch sauberen Nationalstaaten hat Europa zerstört und war Grundlage für einen Bürgerkrieg, wie man jüngst wieder in einem anderen Teil des früheren Österreich-Ungarn, auf dem Balkan, gesehen hat. Wenn es zu solchen Hassorgien und vermischten Täter-Opfer-Biographien kommt, sind Auswege schwer zu finden. Das ist mit dem biblischen Satz von der Bestrafung der Väter bis zu ihren Kindern ins dritte, vierte Glied gemeint - es ist vererbbar, nicht verzeihen zu können und nicht anzukommen in der Gesellschaft. 
Im Nachkriegsdeutschland wollte man die Geschichten der Sudetendeutschen nicht hören, sondern lieber neu anfangen und sich überhaupt nicht mehr mit Politik beschäftigen. Das war mitleidslos gegenüber den Opfern. Diesen Fehler hat auch die politische Linke gemacht. Und während die Unrechtserfahrung wie in Bernstein eingeschmolzen war, wurde sie zur Waffe. 
Statt das Bernstein aufzuschmelzen, wurde es immer weitergetragen bis ins neue Europa. 
Und noch heute sagen Vertriebene, wenn die Tschechen 
nicht auf Knien Buße tun, werden wir sie nicht akzeptieren."

 

x Patrik Ourednik

Tschechischer Publizist

"Der Mensch, egal ob deutsch, englisch, französisch oder tschechisch strebt danach ein bischen Spaß zu haben, sich gegenseitig auszurotten und letztendlich abzuschaffen. Ein nicht nur europäisches, sondern regelrecht internationales Unterfangen. Mit derzeit großer Aussicht auf Erfolg, in jeder Hinsicht."

Patrik Ourednik "Europeana"

 

x   2002  sagte ein prominenter tschechischer Politiker im Wahlkampf:
"Die Deutschen wollten "Heim ins Reich", und diesen Wunsch haben wir ihnen erfüllt."

Und ein Rudolf Küchler (geboren 1931 in Aussig / Usti nad Labem) meint in einer Fernsehsendung:

Henlein war ein politisches Schwein, ein Landesverräter. Alle die für "Heim ins Reich" plädierten waren Landesverräter.

 

x Bundespräsident Köhler
 

Vaclav Klaus

Spricht sich im September in Prag für eine "humanitäre Geste" gegenüber an diskriminierten Angehörigen der Deutschen Minderheit aus.

Ein solcher Schritt könnte "Bestandteil eines Versuchs sein, größte Ungerechtigkeiten zu mildern".
Jedoch müsse über dies "rein tschechische Problem" in Tschechien und nicht bilateral diskutiert werden .

 

 

Die Ungarische Parlamentspräsidentin

Katalin Szili entschultigt sich für die Vertreibung von 200 000 Deutschen aus Ungarn nach dem Zweiten Weltkrieg.

Szili erklärte:

"Wir Politiker stehen in der Pflicht, dass wir es anstelle unserer Vorgänger, die für schändliche Entscheidungen verantwortlich waren, aussprechen: Verzeihung! Nie wieder!"

 

x

Friedrich Engels - Die Revolution und Konterrevolution in Deutschland

Karl Marx - Friedrich Engels, Werke, Band 8 Dietz Verlag, Berlin/DDR 1960

 

London im Februar 1852

Die Nationalitätenfrage rief noch einen weiteren Kampf in Böhmen hervor. Dieses Land, bewohnt von zwei Millionen Deutschen und drei Millionen Slawen tschechischer Zunge, schaute auf große historische Ereignisse zurück, die fast alle mit der früheren Vorherrschaft der Tschechen zusammenhingen. Seit den Hussitenkriegen im fünfzehnten Jahrhundert ist aber die Kraft dieses Zweiges der slawischen Völkerfamilie gebrochen. Die Gebiete tschechischer Sprache waren auseinandergerissen, ein Teil bildete das Königreich Böhmen, ein anderes das Fürstentum Mähren; ein dritter, das karpatische Bergland der Slowaken, gehörte zu Ungarn. Die Mähren und Slowaken hatten längst jede Spur nationalen Empfindens und nationaler Lebenskraft verloren, obgleich sie ihre Sprache größtenteils bewahrten.

Böhmen war auf drei Seiten von rein deutschen Gebieten umgeben. In Böhmen selbst hatte das deutsche Element große Fortschritte gemacht; sogar in der Hauptstadt Prag, hielten sich die beiden Nationalitäten so ziemlich die Waage und allenthalben befanden sich Kapital, Handel, Industrie  und geistige Kultur in den Händen der Deutschen. Der Hauptkämpe der tschechischen Nationalität, Professor Palacký, ist selbst nur ein übergeschnappter deutscher Gelehrter, der bis auf den heutigen Tag die tschechische Sprache nicht korrekt und und ohne fremden Akzent sprechen kann. Aber wie das häufig der Fall ist, machte die im Absterben begriffene tschechische Nationalität - im Absterben nach allen bekannten Tatsachen ihrer Geschichte in den letzten vierhundert Jahren - 1848 eine letzte Anstrengung ihre frühere Lebenskraft wiederzuerlangen, eine Anstrengung, deren Scheitern, unabhängig von allen revolutionären Erwägungen beweisen sollte, daß Böhmen künftig nur mehr als Bestandteil Deutschlands existieren könne, wenn auch ein Teil seiner Bewohner noch auf Jahrhunderte hinaus fortfahren mag, eine nichtdeutsche Sprache zu sprechen.

 

 

Interview mit Fürst zu Schwarzenberg (Außenminister Tschechiens) über Probleme Europas

OTZ vom 04.03.2009

Frage: Das Verhältnis der Tschechen zu den Deutschen ist immer noch heikel. Was muss geschehen, um die Beziehungen auf ein solideres Fundament zu stellen?

Ich würde sagen, wir sind heute viel weiter, und ich kann in voller Verantwortung sagen: Wir haben die besten Beziehungen seit 200 Jahren!  Da habe ich überhaupt keinen Zweifel.

 

 

Der Leser einer Tageszeitung zum Hickhack um eine Gedenkstätte der Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg

Mit welchem Recht maßt sich Herr Tusk an zu bestimmen , ob Frau Steinbach in den Stiftungsrat berufen wird oder nicht? Oder was in der Ausstellung zu Flucht und Vertreibung gezeigt werden darf? Und er wird dabei von deutschen Politikern unterstützt. Deutschland hat sich zu den Verbrechen im Zweiten Weltkrieg bekannt und entschuldigt. Es hat aber auch genügend deutsche Opfer gegeben. Die Vertriebenen haben in vielfältiger Weise bewiesen, dass sie mit den in ihren Heimatgebieten heute lebenden Menschen freundschaftliche und friedliche Kontakte pflegen.

 

 

Klaus setzt Rechtmäßigkeit der Vertreibung und der Benesdekrete durch Verzögerung der Unterschrift unter den

Tschechien will laut Präsident Vaclav Klaus Ausnahmen vom EU-Reformvertrag, um sich vor deutschen Eigentumsansprüchen zu schützen und die Unabhängigkeit seiner Justiz zu sichern. Andernfalls sei zu befürchten, dass die drei Millionen Deutschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg die Tschechoslowakei verlassen mussten, unter Umgehung der tschechischen Justiz Ansprüche anmelden könnten.

"Vor der Ratifizierung muss Tschechien über eine Ausnahme verhandeln", sagte der als Europaskeptiker bekannte Vaclav Klaus. Er sei besorgt, dass die Charta den Dekreten aus den Jahren 1945 und 1946 widerspreche. Nach deren Unterzeichnung waren rund 2,5 Millionen Sudetendeutsche aus der damaligen Tschechoslowakei vertrieben worden, ihr Eigentum wurde beschlagnahmt.

 

 

Merkel lobt Klaus

(STERN November 2009)

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Unterzeichnung des Vertrages von Lissabon durch den tschechischen Präsidenten Vaclav Klaus begrüßt. "Ich freue mich, dass in der Tschechischen Republik heute die Ratifikation des Vertrags von Lissabon abgeschlossen wurde", erklärte Merkel am Dienstagabend.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Unterzeichnung des Vertrages von Lissabon durch den tschechischen Präsidenten Vaclav Klaus begrüßt. "Ich freue mich, dass in der Tschechischen Republik heute die Ratifikation des Vertrags von Lissabon abgeschlossen wurde", erklärte Merkel am Dienstagabend.

"Damit haben alle 27 Mitgliedstaaten dem Vertragswerk zugestimmt. Er kann nun am 1. Dezember 2009 in Kraft treten", hieß es in der Erklärung weiter. Die Bedeutung dieses Tages für Europa sei "kaum zu überschätzen". "Heute geht ein langjähriger Reformprozess der Europäischen Union erfolgreich zu Ende. Die Europäische Union wird im Innern demokratischer und nach außen stärker und selbstbewusster sein", erklärte Merkel.

 

 

Zum 60. Jahrestag der Charta der Vertriebenen flammt die Debatte wieder auf.

Ostthüringer Zeitung vom 06.08.2010

Auch zur Begehung des 60. Jahrestages der Unterzeichnung der Charta der Vertriebenen sind die Meinungen kontrovers. Einen verheerendenden Zweiten Weltkrieg mit all seinen Verbrechen von den Verbrechen der Vertreibungen als zwei verschiedene verbrecherische Akte zu werten scheitert kläglich. Man möchte meinen bei der völkerrechtswidrigen Vertreibung wären nur Deutsche betroffen gewesen. Es waren auch Rumänen, Ungarn, Österreicher mit tschechischer Staatsbürgerschaft, Juden. Es waren Menschen, die für die tschechischen Verbrecher um Benesh nur einen Fehler hatten - sie sprachen die deutsche Sprache, die Sprache ihrer Vorfahren. (der Verfasser)          MEHR

 

 

Außenminister Schwarzenberg sieht im September 2010 die Zukunft der Benesh-Dekrete offen.

Ostthüringer Zeitung vom 06.09.2010

Gerät Tschechien nach 65 Jahren des Verschweigens seiner Verbrechen gegen die Menschlichkeit aufgrund der nun bekannten und in der tschechischen Öffentlichkeit disskutierten Massaker an Sudetendeutschen unter Druck?             MEHR       

 

 

Gedenktafel der Vertreibung in Gera mit Zitat von Albert Schweitzer

 

x Quellennachweis Die Zitate und geschichtlichen Daten bis 1945 wurden aus Lexika und der Regionalliteratur entnommen:
Neudorf -  Chronik, Josef Hagner, 
Von der Spindler Druck- und Verlag GmbH erarbeitet.

Die Zitate wurden Tagesmeldungen und dem Internet entnommen.

Sie informieren nicht vollständig und allumfassend, sondern sollen den Wanderer im Rahmen der Homepage wenigstens etwas über die Vorgänge im tschechischen Grenzgebiet zu Deutschland informieren, denn die Informationen vor Ort sind spärlich oder gar nicht vorhanden. Sie sollen keine Wertung der einen oder anderen Seite darstellen, sondern lediglich das Thema Vertreibung grob umreißen.

 

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