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GREIZ im Kalenderblatt November 2007 |
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Das Sowjetische Mahnmal
Der Haupteingang in den Greizer Park war noch in den Fünfzigerjahren des letzten Jahrhunderts gesäumt von ärmlichen kleinen Häusern, an deren Bausubstanz sicherlich die verheerenden Hochwasser 1954 und 1958 genagt hatten. Es erfolgte dann nach 1960 der Abriß dieser Gebäude und die Neugestaltung des Eingangsbereiches der Greizer Parkes mit einem Ehrenmal für sowjetische Kriegsgefangene und gefallene Soldaten der Sowjetarmee. Die in diesem Mahnmal integrierte Plastik des Berliner Bildhauers Jürgen Raue ist ein Duplikat. Das Original der Plastik befindet sich in der Gedenkstätte des KZ Auschwitz. Nun verschwindet dieses Denkmal ohne eine Vorankündigung.
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Es soll auch daran erinnert sein, daß diese Menschen unweigerlich in die Fänge der Stalinschen Massenvernichtung nach ihrer Rückkehr in die Sowjetunion geraten wären. Viele dieser Rückkehrer kamen nach überstandener Zwangsarbeit in den Gulags der Sowjetunion um. So jedenfalls war das Prozedere für Menschen, die aus deutscher Zwangsarbeit oder Gefangenschaft in die Sowjetunion zurückkehrten. Das soll nichts rechtfertigen, sondern nur darauf hinweisen, daß Europa im 20. Jahrhundert vielerorts von Bestien im Großen wie im Kleinen beherrscht worden ist.
© Wolfgang Trommer |