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Der Elsterradweg
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"Herrmannschacht" in Zeitz Längst können sich
jüngere Generationen nicht mehr vorstellen, wie man zu seinem Brennstoffvorrat
für den nächsten Winter gekommen ist.
Die jährliche Kohlemenge wurde für die Familien mit Bezugsscheinen festgelegt. Diese Kohlemenge war preisgünstiger. Wer mehr haben wollte mußte dann einen höheren Preis bezahlen. Mancher holte seine Brikett
direkt beim Kohlehändler mit dem Handwagen ab. In ländlichen Gegenden kam der Kohlehändler mit dem Pferdewagen, der fortschrittliche verfügte über einen LKW für die Anlieferung der Kohle. Die Kohle wurde vor dem Haus
abgekippt. Dann war oftmals die ganze Familie damit beschäftigt, den
Kohlehaufen eimerweise in den Keller zu tragen, wenn nicht die Möglichkeit
bestand die Brikett durch ein Kellerfenster zu schaufeln.
LETZTE AKTUALISIERUNG:
© Wolfgang Trommer |
Mit Ende des Zweiten Weltkrieges war aus Mitteldeutschland die Sowjetische Besatzungszone geworden, aus der später die DDR hervorging. Abgesehen von geringfügigen
Steinkohlevorkommen im Zwickau-, Oelsnitz- und Lugauer Revier lagen die
anderen Steinkohlevorkommen des ehemaligen Deutschen Reiches in Westdeutschland
und in Schlesien. Letzteres gehörte nun zu Polen.
Die Sowjets lehnten Bitten der jungen DDR-Regierung ab zur ökonomischen Sicherung des jungen Staates die Oder-Neiße-Grenze so zu verlegen, daß der kleinen DDR wenigstens die Westschlesischen Kohlereviere und Stettin als Überseehafen zur Verfügung gestanden hätten. Weil dies nicht möglich war, mußte in einer beispiellosen wissenschaftlichen und technischen Leistung die Voraussetzung geschaffen werden die Braunkohle als Rohstoff-und Energiebasis so effektiv wie immer möglich zu nutzen. Folge dieser Energiepolitik waren die Zerstörung großer Gebiete einzigartiger Natur und Landschaft, die immense Absenkung des Grundwasserspiegels und eine ungeheure Umweltverschmutzung durch die Abgase der Energie- und Chemieindustrie. Die Förderung der Braunkohle
erfolgte in Tagebauen. Diese Förderart hatte zur Folge, daß
bereits vor Beginn der Aufschlußarbeiten eine Entwässerung des
Geländes erforderlich war.
Der Transport über die
Förderbrücke ist die kostengünstigste Variante.
Alle Bemühungen diese
Tagebaulandschaften wieder zu rekultivieren werden dennoch die ehemaligen
Zustände nicht wieder herstellen können.
Wer die noch vorhandene bizarre Landschaft des Tagebaues heute betrachtet, der kann sich vielleicht ein wenig vorstellen, wie die Kumpel gegen extremste Witterungsbedingungen bei Kälte, Frost und Schlamm in den Wintermonaten ankämpfen mußten. |
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