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Im
Licht des noch frühen Tages glänzt
die Kuppel der Gur-Emir-Moschee. Ihre Pracht
aus kunstvoll verarbeiteten Majolika-Kacheln
wetteifert mit dem azurblauen Himmel über
Samarkant. In gebührendem Abstand ducken
sich die unscheinbaren Lehmhütten um die
Moschee. Über
ihrem Eingangsportal die Worte: " Es
ist besser in jungen Jahren geehrt als im
Alter verhaßt zu sterben."
Timur
ließ dieses Monument für seinen Enkel errichten,
der bereits mit siebenundzwanzig Jahren
in einer Schlacht
fiel.
Im
Inneren der Moschee befinden sich die Scheinsarkophake
Timurs, Ulug Begs und des Lehrers Ulug Begs.
Im Kellergeschoß befinden sich die eigentlichen
Gräber der Herrscher.
Atemberaubend
ist auch die Ausführung der Kuppel im Ineren
der Moschee. "Wenn der Himmel über
Samarkant verschwindet, wird ihn die Kuppel
der Gur Emir Moschee ersetzen", so
steht es in arabischer Schrift über dem
Eingangsportal geschrieben. Und tatsächlich
versetzt die Schönheit der riesigen Kuppel
auf der Außen- als auch auf der Innenseite
der Moschee in wahres Verzücken.
Den Registan-Platz säumen
drei imposante Medresen, die Ulug-Beg-Medrese,
die Medrese Tillja-kari, die die prunkvoll
gestaltetete Darstellung zweier Löwen aus
Majolika kennzeichnet und die Medrese Schir-Dor.
Die
strenge Symmetrie und Monumentalität dieser
Bauwerke stellten das Zentrum der mittelalterlichen
Stadt Samarkant dar und dokumentierten in
einzigartiger Weise die Macht des Herrschers.
Darüber hinaus dienten Sie als Zentrum der
Wissenschaft zum Studium des Islamischen
Glaubens.
Spartanisch
war die Ausstattung der Zellen der Koranschüler.
Ein metertiefes Feuerloch, ein Sundal spendete
Wärme in den kalten kontinentalen Wintern
Mittelasiens.
Die
Ruinen der Bibi-Chanim-Moschee prägen die
Stadtsilhuette von Samarkant in einzigartiger
Weise. Die Fundamente der einst größten
Moschee der islamischen Welt hielten der
Monumentalität des Bauwerkes nicht statt.
Die Bibi-Chanim-Mosche, benannt nach der
Lieblingsfrau Timurs ist für immer eine
Ruine, die von der Macht Timurs berichtet.
Ein
Muß ist der Basar rund um die Bibi-Chanim-Moschee,
der einen kleinen Einblick in das einstige
Markttreiben Samarkants gibt. Bauern verkaufen
Baumwolle, Schmiede ziselieren kunstvoll
Teller und Krüge aus Kupfer und Zinn, in
Bergen türmen sich Obst und Gemüse und ungeachtet
der Fliegen wird Fleisch an freier Luft
vekauft. Faszinierend ist das Völkergemisch
aus Tadshiken mit Chalaten und Turbanen,
Usbeken mit der Traditionellen Kopfbedeckung,
der Tubetejka und Bucharische Juden mit
ihren schwarzen Persianermützen.
Der
Sechstant Ulug Begs wurde durch Ausgrabungen
etwas außerhalb der Stadt bei Ausgrabungen
gefunden Mit diesem Sechstanten forschte
Ulug Beg, der den Wissenschaften zugetan
war. Ulug Beg berechnete mit einer Genauigkeit
die Dauer eines Sternenjahres, die nur 2
Sekunden von heutigen Berechnungen abweicht.
Ulug
Begs Leidenschaft zu Mathematik und Astronomie
war den islamischen Würdenträgern ein Dorn
im Auge, sie ließen ihn ermorden.
Unser
letzter Besuch führte uns in die Hodshi-Achra-Moschee,
in die auch zu Sowjetzeiten am Freitag eine
Vielzahl von Pilgern zum Gebet kam.
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