Bergsommer an der Fluchtwand © Wolfgang Trommer |
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| x | Die
Fluchtwand im Sommer
Waren
wir bei unserer ersten Tour zur Fluchtwand zu früh, dann sind
wir diesmal vielleicht schon zu spät um die Edelweißblüte zu
erleben. Die Tour zur Fluchtwand beginnt
in Nauders mit dem Weg hinauf zur Labaunalm, wobei der weniger trainierte
Wanderer das Taxi benutzen kann.
Von der Labaunalm führt
der Wirtschaftsweg steil hinauf zum Hochlegermelkstand. Bei unserem zweiten Versuch schickt sich diese Erde offenbar an sich für die Sünden der Menschen mit sengender Hitze zu rächen. Man nennt es einen Jahrhundertsommer. Die Almen sind längst von den Rindviechern abgefressen. Mangels Regen wächst klein Gras mehr nach. Je mehr wir dem Gipfel der Fluchtwand entgegen gehen um so länger werden unsere Gesichter. Keine Blumenpracht erwartet uns wie einst im Juni. Längst sind all die schönen Bergblumen in den Kuhmägen verschwunden. Die Enttäuschung ist groß. Liegen diese Rindviecher doch sattgefressen und wiederkäuend da und genießen den herrlichen Blick hinüber auf die Bergwelt des Engadin. Man kann es einfach nicht fassen... |
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Bevor
wir den Gipfel in 2326 m Höhe erreichen, passieren wir
den Hochmelkstand, hinter dem die Almen mit Viehzäunen abgesperrt
sind. Nun finden wir auch wieder Standorte von Bergblumen.
Es gibt einen Stempel auf dem Gipfel und wer möchte kann sich auch in das Gipfelbuch eintragen. Einmalig ist der Ausblick vom Gipfel. Unten im Tal Nauders von wo sich die Reschenstraße hinauf zum Paß zieht. Im Hintergrund der Ortler, auf dessen Gipfel es auch jetzt noch bei dieser Hitze Schnee gibt - wie lange noch. Auf der anderen Seite blickt man in Richtung Norden in das Inntal.
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