Unser Weg führt
uns hinauf zum Plattenberg. Die Blicke zurück auf den Ort Platten
(Horny Platna) sind beschaulich.Im Nordwesten ragt das Auersbergmassiv
auf. Fast ist der Anblick des Auersberges hier von der Böhmischen
Seite mächtiger als auf deutscher Seite.
Nun steigt unser
Wanderweg steil bergan. Wir erreichen die Wolfspinge, und wir sind fasziniert
von dem imposanten Bergsturz, der nach Beendigung des Bergbaues in der
Zeche Wolfgang hier ein Canyon entstehen ließ.
Eindrucksvoll läßt
sich hier erahnen, wie mühevoll der Erzreichtum diesem Gebirge abgerungen
wurde. Die Täuftiefen lagen im Mittelalter nur bei 16 Metern, im 19.
Jahrhundert dann bei über 80 Metern.
Kein Wunder also, daß
die Schächte zusammensanken.
Etwas weiter oben dann die
Eispinge, die man auf schmalem Pfad hinabklettern kann. Es handelt sich
um den Bergsturz der Zeche Georg. Der Einbruch ist so schmal und tief,
daß sich selbst im Sommer Eis und Schnee des letzten Winters erhalten.
Das nutzte man 1813 nach
der Völkerschlacht in Leipzig, als man von hier 6 Pferdefuhren Eis
verbrachte, um die Verwundeten zu versorgen.
Nach weiterem kurzen
Aufstieg erreicht man den Gipfel des Plattenberges.
Vom Aussichtsturm hat man
einen herrlichen Rundblick über das Erzgebirge.
Der
Gipfel des Plattenberges hatte einst neben dem Aussichtsturm ein Berghotel.
Nach den Zweiten Weltkrieg verfiel das Hotel zusehens.
Dann wurde Armee auf dem
Plattenberg stationiert, und das Berghotel wurde so ramponiert, daß
es in den Achzigerjahren nur noch abgerissen werden konnte.
Wenigstens der Aussichtsturm
ist geblieben. Außerdem gibt es eine Touristenstation.
Für diese
Wanderung ist das höchste Ziel erreicht. Von der Ferne grüßt der
Auersberg herüber, der hier aus dem Böhmischen eine ganz besonders
imposante Kulisse abgibt. Stets bergab durch stille Wälder führt
unser Weg hinab nach Breitenbach (Potucky), wo wir die Grenze wieder passieren.