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IN SACHSEN |
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Eine Einkehr im altehrwürdigen Gasthaus Rollmopsschänke ist ein Erlebnis.
Das Stuhlbauermuseum der Stadt Rabenau informiert über die alte Tradition der Herstellung von Sitzmöbeln in Rabenau. Ebenso weisen die schönen Ortseingangsschilder auf die lange Stuhlbauertradition der Stadt hin.
LETZTE AKTUALISIERUNG: 18.07.2009 |
DER RABENAUER GRUND
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ist
für mich in erster Linie eine Erinnerung an meine Lehrzeit in der
Stuhlbauerstadt Rabenau.
In der Zeit, wenn die Kirschen reiften machten wir aus dem Rabenauer Grund Abstecher in die zahlreichen Kirschplantagen oberhalb des Tales. Dort fielen wir dann ein wie die Stare und schlugen uns die Bäuche mit den köstlichen Kirschen voll. Das Angebot an Vitaminen war mager und auch die Verpflegung der Lehrlinge bestand nur aus einfacher Kost. Ein Bier kostete damals 48 Pfennige. Als angehende erwachsene Männer gehörte auch das Biertrinken zu den unbedingt notwendigen Ritualen. Nur leider war der Lehrlingslohn mit etwa 40,- Mark sehr dürftig, und man konnte sich diesen Luxus nur seltener leisten. Zudem hatten die Gaststätten in und um den Rabenauer Grund meistens Ruhetag oder waren zeitig geschlossen. Also mußte man oft weit wandern auf ein Bier und eine offene Gaststätte. Heute kostet eine Flasche Bier im Wanderquartier der Rabenauer Mühle fast 2,- Euro, also den fast zehnfachen Preis von damals. Wohlgemerkt, Flaschenbier, ohne Bedienung und nicht einmal gezapft. - Absolute Spitze.
weil der Zug wieder einmal Verspätung hatte, dann blieb nur noch der letzte "Grunddackel", wie man die Kleinbahn auch noch liebevoll nennt, von Hainsberg hinauf nach Rabenau. Im Winter legten wir erst einmal ein paar Kohlen in den Ofen des Waggons, damit wir es ein bischen warm hatten. Das ist lange her. Bisher fuhr ich gerne wenigstens einmal im Jahr nach Freital Hainsberg. Das geschieht heute bequem im Auto in etwa zwei Fahrstunden. Dann wanderten wir durch die stille, wildromantische Landschaft des Rabenauer Grundes und genossen eines der letzten Refugien der Natur in unserer so hektischen Welt. Ich aber denke gerne an meine Lehrzeit in Rabenau zurück und wie es damals war im Rabenauer Grund, denn inzwischen bricht es mir fast das Herz beim Anblick des Rabenauer Grundes. Nicht ein lauschiger und schattiger Wanderweg führt wie auf dem Bild oben, das Herr Jens Weber zur Verfügung stellte, durch den Grund. Eine breite Forststraße hat man dem Naturschutzgebiet verpaßt. Wo geht das mit Naturschutz einher! Leider ist der Rabenauer Grund heute nicht mehr so schön wie ich ihn einmal kannte. Die schrecklichen Hochwasser des Jahres 2002 haben den Rabenauer Grund einen Großteil seiner einstigen Schönheit genommen. Es war nicht nur eine ungünstige Wetterlage, die das Öffnen des Überlaufes der einst zum Hochwasserschutz errichteten Talsperre Malter notwendig gemacht haben. Es war zu einem Großteil auch der Drang nach Profit. Wie kann eine zum Hochwasserschutz errichtete Talsperre ihrem Zweck nicht mehr oder zuwenigstens teilweise gerecht werden? Doch nur, wenn sie einfach zu voll ist um im Ernstfall Wasser zurück halten zu können. Die Wassermassen, die nach dem Öffnen des Überlaufes zu Tal stürzten haben den Rabenauer Grund wohl für immer seine Schönheit genommen. Den Rest erledigte man dann mit dem Anlegen dieses Fußweges, der eher einer Forststraße gleicht und einer sogenannten Gewässerbereinigung mit schwerer Technik. Die Steine des einstigen Wildwassers hat man wohl gleich mit verbaut. Deshalb ist der Weg durch den Grund heute nicht mehr schattig und das Wasser der Weißeritz verursacht oft ohrenbetäubenden Lärm in ihrem kanalähnlichen Bachbett.Nun sollen Fischtreppen erbaut werden, die statt der Steine im Flußbett den Fischen wieder eine Lebenschance ermöglichen. Beim Wiederaufbau der Kleinbahn mußten trotz des Protestes von Umweltschützern wertvolle Altbaumbestände der zum Einsatz kommenden schweren Technik weichen.
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