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WER
DEN GESAMTEN WEG ABSOLVIERT HAT KANN DIES MIT STEMPELN DER EINZELNEN ETAPPEN
NACHWEISEN
VOM ERZGEBIRGSVEREIN
GIBT
ES EINE
URKUNDE UND EIN WANDERABZEICHEN IN DEN TOURISTINFORMATIONEN
ENTLANG
DES WANDERWEGES
IM
FRERMDENVERKEHRSAMT VON JOHANNGEORGENSTADT ERHIELTEN
WIR DAS WUNDERSCHÖN GESTALTETE
WANDERABZEICHEN
FÜR
2,00
EURO.
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UNSER
RESÜMEE :
Eigentlich war es eine spontane Entscheidung
den Urlaub einmal wieder in der näheren Umgebung zu verbringen. Der
Euro und seine Folgen hatten uns zu dieser Entscheidung gebracht.
Aber auch schon lange war es geplant das
schöne Erzgebirge einmal zu erwandern.
So waren wir auf den Anton-Günther-Weg
gekommen.
Wir erwanderten erst einzelne Teile, doch
dann nahm uns dieser Weg in seinen Bann. Wir wollten ihn jetzt ganz erwandert
haben, und das taten wir in Tagesetappen, die es uns ermöglichten
zu unserem Auto zurück zu gelangen.
Doch man kann auch übernachten, muß
aber sicherlich vorbuchen.
Wo buchbare Unterkünfte zur Verfügung
stehen, dürfte auf dem deutschen Teil des Wanderweges kein Problem
sein. Alle Fremdenverkehrsbüros in den Orten entlang des Weges bieten
ausreichend Unterkunftsmöglichkeiten.
Auf der Tschechischen Seite sieht es weniger
gut mit ausreichenden Unterkünften aus.
Wir zogen deshalb Wanderetappen vor, die
uns am Abend die Grenze nach Deutschland erreichen ließen. das ist
bei entsprechender Streckenplanung möglich.
Als Übernachtungsorte auf Tschechischer
Seite empfehlen wir:
Bergstadt Platten:
Hotel "Imperial" und
Hotel "Blauer Stern"
Die beiden Hotels auf
dem Pleßberg:
Berhotel "Plesivec" und
Berghütte "Orion"
Die "Schweizerbaute" am
Fuße des Pleßberges
Die zahlreichen Hotels in
Gottesgab / Bozi Dar
Inzwischen
gibt es eine Vielzehl von Hotels und Pensionen.
Vorherige
Anfrage ist zu empfehlen-
Der Anton-Günther-Weg ist auf deutscher
Seite liebevoll und aufwendig angelegt.
Er führt den Wanderer auf schönen
Wanderwegen zu den schönsten Gebieten der Kammregion. Die Wege sind
vorzüglich ausgeschildert, es gibt Schutzhütten und Rastplätze.
Auf Geschichtliches und Wissenswertes wird auf Tafeln (Auch in tschechischer
Sprache!) hingewiesen.
Auf der Tschechischen Seite führt
der Wanderweg zu großen Teilen über, wenn auch wenig befahrene,
Landstraßen. Der Anton-Günther-Weg ist noch recht schlecht ausgeschildert.
Rastplätze und Bänke zum Ausruhen sind spärlich, ja fast
gar nicht vorhanden. (Wo deutsche Wanderfreunde Bänke errichten,werden
diese entfernt oder zerstört.) Nur die weit auseinander angeordneten
Rastplätze, die im Rahmen der EU-Förderung errichtet wurden sind
unversehrt.
Der Wanderer hat Probleme den Wegverlauf
zu finden. Der Anton-Günther-Weg ist auf der Tschechischen Seite nicht
mehr als unbedingt erforderlich ausgeschildert.
DESHALB:
Als Kartenmaterial sollten unbedingt die
Karten aus dem Verlag Dr. Andreas Barthel mitgeführt werden.
Auch Beschreibungen zur Historie finden
sich leider oft nur in tschechischer Sprache. Schade, soll doch dieser
Weg verbinden. Vielleicht wird man in Tschechien sich auch einmal dazu
durchringen können zu seiner Vergangenheit objektiv Stellung zu beziehen.
Noch steht der Wanderer vor den Resten von Siedlungen für die er nur
schwer eine Erklärung erhält.
Manchmal wird der Wanderer in Gedanken
versunken und deprimiert von seiner Wanderung heimkehren, denn es ist manchmal
unheimlich an den zahlreichen Resten von Siedlungen
vorbei zu gehen.
Aber eines nimmt er neben diesem Kennenlernen
einer düsteren Vergangenheit doch mit nach Hause:
Seine einmaligen Erlebnisse in einer Kammlandschaft
aus stillen Bergwäldern, einsamen Mooren, und unzähligen Spuren
menschlichen Fleißes in dieser rauhen Landschaft.
Kein anderer konnte dieses Erlebnisse und
Empfindungen einer Wanderung in die Welt des Erzgebirgskammes besser in
Worte fassen als Anton Günther:
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Of´n Barg bi ich
gange,
´s war beizeiten in
der Früh,
ho de Sonn glitzern saah
aus de Täler raufzieh.
Bi lang ubn gewaasen,
´s kam de Mittogszeit
ra,
do stand se viel höcher
a ne Himmel ubn dra.
Ven Barg bi ich gange,
´s werd Obnd gewaast
sei,
fuchsfeierrut kroch se
hinterm Fichtenwald nei.
Nu sitz ich in Stübel,
de Nacht tut ra kriechn,
on mir is, als wär
de Sonn
in menn Harz neigestiegn.
ANTON GÜNTHER 1906
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LETZTE AKTUALISIERUNG:
17.10.2004
© Wolfgang Trommer |
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