60 Kilometer grenzüberschreitend wandern
Auf dem Anton-Günther-Weg

Das Tal des Schwarzwassers auf der Böhmischen Seite

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© Wolfgang Trommer ZUR HAUPTSEITE GÜNTHERWEG       WEITERBLÄTTERN GÜNTHERWEG .
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Wer das Schwarzwassertal (Cerna Voda) von seinem Quellgebiet auf dem Erzgebirgskamm erwandern will, der wählt am besten als Ausgangspunkt den Grenzübergang Breitenbach / Potucky. Man kann von hier aus mit dem Zug bis Platten fahren, oder aber auch wandern. Bei letzterer Variante würde die Wanderung aber sehr weit. Von Platten geht es hinauf zum Plattenberg. Diesen Teil der Wanderung haben wir an anderer Stelle bereits beschrieben. 
Vom Plattenberg führt die Wanderung leider auf der Verbindungsstraße Platten - Bozi Dar weiter. Der Verkehr ist hier in Böhmen nicht so hoch, so daß abgesehen vom Laufen auf dem Asphalt das Wandern auf der Straße erträglich ist. Wir verlassen nun den Anton-Günther-Weg, dennoch wollen wir diese Wanderung mit empfehlen.

 

Auf dem Weg über die Straße tun sich schöne Fernblicke auf, und auch an heißen Sommertagen ist es hier auf dem Kamm angenehm kühl. Vorbei an den Resten des Ortes Irrgang (Blutna) erreichen wir Seiffen, (Ryzovna). Auch von diesem Ort kann man anhand der Spuren in den Wiesen noch etwa die Größe erahnen.  

Der Ort ist ein ebenso trauriges Beispiel der Ereignisse der Vertreibung.  Wenige Häuser stehen noch. Reste der Grundmaueren aufgelassener Häuser finden sich noch heute 50 Jahre später. Man hat nicht einmal die weggeräumt. Die Kirche, die auf unserer Karte eingezeichnet ist, finden wir nicht. Auch sie wurde vermutlich geschliffen.
Schön der Blick hinüber zum Fichtelberg, der aus der Ferne herüber grüßt. Das lenkt etwas von düsteren Gedanken ab.
Hier um Seifen gibt es riesige Moore. Im Moor östlich von Seifen bis hinüber nach Bozi Dar (Gottesgab) befindet sich das Quellgebiet des Schwarzwassers, das hinüber nach Deutschland fließt und in Aue in die Mulde mündet.Bevor wir im ehemaligen Ortszentrum von Seifen die Straße in Richtung Potucky nehmen, besichtigen wir noch ein Stück des Plattener Grabens.

Dann erreichen wir etwa am ehemaligen Ortsausgang das Schwarzwasser. Wir verlassen bald die Landschaft der Hochmoore und wandern entlang des Bachlaufes der nun von  sanften Bergwiesen umrahmt ist.
Etwa an der Einmündung der Verbindungsstraße, die von ehemaligen Ort Irrgang herunterkommt, ist der Bach zu einem Wildwasser geworden. Uns nimmt schöner Bergwald auf, und das Tal wird enger. Der Fluß hat eine ansehnliche Breite erreicht, und er rauscht jetzt tosend im steinigen Flußbett.
Fragmente ehemaliger Ansiedlungen werfen die Frage auf, wie die Ortschaften einmal hießen. Leider gibt es keine Hinweise mehr. Nach einer alten Karte könnten es die Orte Zwittermühl, Gottessegen, und Brettmühl gewesen sein.
Nach langer Wanderung erreichen wir Breitenbach (Potucky), wo wir die Grenze nach Deutschland wieder passieren.
Wir haben eine eindrucksvolle Flußlandschaft erleben können, die hier im Böhmischen in ihrer Ursprünglichkeit weitgehend erhalten geblieben ist.  
 

 

Überall kann man im Tal des Schwarzwasser noch Zeugen des Bergbaus finden. Dieses Mundloch eines Bergwerkes liegt romantisch in einem Bergwald.

Man könnt meinen Schneewittchen und die sieben Zwerge würden jeden Augenblick erscheinen.... 

 

Das Schwarzwasser  fließt wildromantisch vom Erzgebirgskamm

Breitenbach Potucki entgegen. Sein Quellgebiet hat es in den Hochmooren westlich von Bozi Dar (Gottesgab).