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Die
Alte Hohe Straße führt sehr
steil nach dem Ort Lichtenhain
zur Hochbuschkuppe bergan.
Im Wald kann man am steilsten
Stück der Straße
noch Hohlwege erkennen.

Im
Verlauf der Alten Hohe Straße
zum Hochbusch kann man links
am Waldrand (Rastplatz)
gut ausgeprägte Hohlwegbündel
erkennen.

Die
Alte Hohe Straße nutzt die
Wasserscheide zwischen Kirnitzsch
und Sebnitz.
Auf diesem
Bild ist sehr schön zu erkennen
wie die Straße von
der
Hochbuschkuppe herab kommend
die topografischen Bedingungen
der Landschaft für
ihren
Verlauf nutzt.
Nicht
umsonst spricht man bei
der Alten Hohen Straße auch
vom Panoramaweg.
Wer
auf der Hohen Straße wandert,
der wird bei guter Sicht
reichlich belohnt mit
den
einmaligen Aussichten auf
das Massiv der Schrammsteine,
die
Winterberge
und die Hintere Sächsische
Schweiz.
Auf
Böhmischer Seite weist der
Tanzplan schon seit ewigen
Zeiten den Weg entlang der
Hohen Straße.
Bild
rechts: Blick vom Hochbusch
über Lichtenhain zu den
Schrammsteinen.
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Die
Topografie von Altstraßen
Wege
gibt es auf unserem Planeten seit es
Lebewesen auf ihm gibt. Die Tiere mit ihrem Instinkt schufen sich sehr
direkte Verbindungen zu Wasserstellen und Nahrung . Der Mensch nutzte diese
Pfade, einmal um die Tiere zu erjagen zum anderen aber auch um bequemer
voran zu kommen. Wege dienten auch dem Informationsaustausch und dem
Handel.
Der Mensch schuf sich allmählich Wege um an die
von ihm erstrebten
Ziele und Begehrlichkeiten zu gelangen. Später baute man Pfade
und Wege entsprechend der technischen Möglichkeiten und Erfordernisse
aus. Heer- und Handelswege wurden zu Straßen. Die Römer waren
erstmals
Künstler im Straßenbau, doch mit der Baukunst der alten Römerstraßen sind
die Verkehrswege des Mittelalters nicht vergleichbar. Im
Gegensatz zu den von den Römern erbauten Straßen entwickelten
sich die Straßen sonst entsprechend der natürlichen Gegebenheiten. Später, im technischen
Zeitalter entstanden Schienenwege, Luftwege, Seewege, Autostraßen
und Autobahnen. Sie ließen diese ersten und sehr lange genutzten Altstraßen
als Verkehrs- und Handelswege in Vergessenheit geraten, denn
sie entsprachen in ihrem direkten
Verlauf nicht mehr den Anforderungen
des modernen Verkehrs.
Alte Straßen durchziehen alle Gegenden Mitteleuropas.
Man nennt sie Altstraßen. Die Besonderheit dieser Altstraßen
liegt darin, daß sie sich entsprechend der geografischen Gegebenheiten
dem Landschaftsprofil angepaßt haben. Außerdem meiden diese
Altstraßen die Täler und Niederungen, die zur damaligen Zeit
oftmals durch Sümpfe und Hochwasser unpassierbar waren. Gerne
nutzte man Wasserscheiden für
den Verlauf der Verkehrswege,
weil man sich dort festen Untergrund
erhoffte. Markante Höhenzüge
steuerte man an, denn sie boten
beste Orientierung. Im Flachland
markierten markante Bäume oft
den Straßenverlauf. Ortschaften
mied man möglichst, denn man
wollte nicht gesehen werden.
Zwielichtige Wegelagerer bezogen
oft ihre Informationen aus den
Herbergen und Schenken. Überall lauerten Gefahren durch
Überfälle.

So ziehen
sich diese Altstraßen auch heute noch durch unsere Mittelgebirgsland-
schaften.
Im Mittelgebirge konnten sie sich besser erhalten, weil das
Land weniger zersiedelt ist. Über den Verlauf und die Benutzer der
Straßen ist oft wenig oder auch gar nichts in den Archiven zu
finden. Nur durch zahlreiche Hohlwege haben
unsere Vorfahren Spuren hinterlassen, dort
wo sie durch
die Besiedelung nicht zerstört wurden.
Unser modernes Straßensystem
kann nicht nach dem Verlauf
dieser Altstraßen ausgerichtet
sein der heutige Straßenbau
setzt ganz andere Anforderungen.
Auch wenn solche Altstraßen
unter modernen Fernstraßen verschwanden,
so sind Teile für den Straßenverlauf
der heutigen Zeit nicht nutzbar.
Diesem Umstand
ist es zu verdanken, daß der Verlauf dieser Altstraßen noch
heute nachvollzogen werden kann.
Wer sich mit dem Verlauf einer
solchen Altstraße beschäftigt, der wird erstaunt sein, mit welcher
Treffsicherheit und mit welchem Orientierungssinn unsere Vorfahren
sich den möglichst direktesten Weg zu ihrem Ziel bahnten. Faszinierend
ist aber auch, wie sich diese alten Verkehrswege
harmonisch in die Landschaft einfügen und ein beredtes Zeugnis
vom Pioniergeist unserer Vorfahren ablegen.
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