| VIA
CLAUDIA AUGUSTA
DIE ALTE RÖMERSTRASSE FERNPASS |
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©
Wolfgang Trommer
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Auf der Via Claudia Augusta über den Fernpass von Biberwier nach Fernstein
Von Biberwier aus folgen wir der alten Trasse der Römerstraße bergan und über den Fernpass hinab zum Fernsteinsee. Da wir gemächlich gehen werden wir etwa 3 Stunden für die Wegstrecke benötigen. Während wir abseits von der Bundesstraße die Stille genießen können, tost der Verkehrslärm auf der heutigen Straße über den Fernpass. Vorbei am Weißsee führt die Via Claudia Augusta bald steiler bergan. Tiefe Hohlwege hat der Verkehr auf der Straße über die Jahrhunderte hinterlassen. Sie zeigen noch heute den Verlauf der alten Römerstraße. Teile jedoch sind durch Bauarbeiten und forstwirtschaftliche Maßnahmen für immer verschwunden. Doch auch heute noch übt die die Trasse eine einzigartige Faszination auf den interessierten Wanderer aus. Den Fernpass erreicht die Via Claudia Augusta nicht an jener Stelle, den wir heute als Fernpass mit seinen Versorgungseinrichtungen für die Reisenden kennen. Die Römer fanden einen Passübergang etwas westlicher des heutigen Überganges, der auch etwas tiefer liegt. Hier findet man eine sehr schön erkennbare Hangtrasse, der man auf der etwas höher verlaufenden Forststraße folgt. Die Via Claudia Augusta führt nun steiler die Südrampe des Fernpasses hinab. Tiefe Hohlwege kennzeichnen den Verlauf der Trasse. Jetzt entzieht sich der weitere Verlauf unseren Blicken. Der Wander quert heute die Bundesstraße und trifft erst tiefer unten auf die Via Claudia Augusta. Gab es nun einen alten und einen neueren Trassenverlauf? Wir folgen jedenfalls dem etwas bequemeren Weg und sind fasziniert von der aus dem Fels ausgearbeiteten Hanggalerie, die erst jetzt mit der Einrichtung des Wanderweges über die Via Claudia Augusta wieder passierbar ist. Die andere Trasse quert an zwei Stellen die heutige Fahrstraße und trifft direkt auf den Fernsee. Auch hier findet man noch Spuren der Via Claudia Augusta. Diese alte Trasse ist direkt oberhalb des Forstweges etwa 1,50 Meter höher in den Hang gearbeitet worden. Besonders faszinierend aber sind auf der Trasse hinab zur Burg Fernstein die mittelalterlichen und römischen Wagenspuren die sich in den Fels eingearbeitet haben. Zur Trittsicherheit hatte man zusätzlich Trittstufen eingeschlagen. |
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