| VIA
CLAUDIA AUGUSTA
DIE ALTE RÖMERSTRASSE HAUPTSEITE |
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©
Wolfgang Trommer
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| Die
Via Claudia Augusta
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von Altinum an der oberen Adria über Feltre, das Valsugana nach Trient
und weiter nach Bozen, den Vinschgau, Reschenpaß, Landeck, den Fernpaß,
durch das Tal des Lech nach Füssen, Epfach und Augsburg bis zur Donau
bei Kastell Burghöfe. Der Fund eines Meilensteines bei Ostiglia läßt darauf
schließen, daß es einen weiteren Straßenzweig gab, der in Ostiglia
am Po begann und sich in Trient mit der von Altinum kommenden
Straße vereinte.
Die
Via Claudia Augusta stellt in den ersten zwei Jahrhunderten nach Christus
die wichtigste Verkehrsverbindung von der Adria zur Donau dar, bevor später
der Alpenquerung über den Brenner mehr und mehr der Vorrang gegeben
wurde.
Beredtes
Zeugnis der Straßenbaukunst legt der Weg vom Reschenpaß über
Nauders nach Altfinstermünz ab:
Es
wurde in nur vier Jahren eine Straße nach neuesten Erkenntnissen
in den Fels gehauen. Diese Gebirgsstraße aus dem 19. Jahrhundert mit ihren Tunnels
und Verbauungen ist heute teilweise geschlossen. Zu stark und gefährlich
ist die Erosion der schroffen Felswände geworden. Die 10 Jahre alte
neue Straße geleitet den Reisenden in tosendem Motorenlärm durch
einen komfortablen Tunnel. Bald wird es erforderlich sein auch die letzten Teile
der alten Straße bis Ford Nauders in Tunnel zu legen.Von der grandiosen Landschaft hat der Reisende
nicht viel
wahr genommen.
Wie
komfortabel wir doch heute reisen können!
Da
kann man sich nicht mehr vorstellen, wie beschwerlich eine Reise früher
gewesen ist. Schlechte Unterkünfte und miserable Verpflegung bis hin
zum Trinkwasser, dazu noch überteuert, Krankheiten, Ungeziefer, zwielichtige
Gestalten und die Gefahren der Natur, die trotz gut ausgebauter Straße
wesentlich größer waren als heute.
Die
Via Claudia ist in Deutschland und in Österreich durchgängig
als Wanderweg ausgeschildert (siehe Logo oben).
Noch heute führen entlang der Römerstraße, die heute zu großen Teilen als Altstraße Spuren in der Landschaft hinterläßt, wichtige Verkehrswege. Wir haben die Via Claudia Augusta an den für uns schönsten Stellen erwandert, diese sind hier beschrieben. Auf den heutigen modernen Straßen sind wir der alten Römerstraße zwischen Fernpaß und Trient/Trento mit dem Auto gefolgt. |
Die
römischen Meilensäulen
Diese
Meilensäule steht in der antiken Stadt Histria an der rumänischen
Küste des Schwarzen Meeres.
Weiteres zur Geschichte der Straße: Kaiser
Claudius läßt die Via Claudia ab etwa dem Jahr 46
nach Christus ausbauen. Sie dient neben dem Warenverkehr und dem Truppentransport
in diesem Riesenreich auch der schnellen Nachrichtenübermittlung.
Letztere war ebenso wichtig wie in allen anderen Zeiten auch.
Diese
Meilensteine dienten aber auch als Wegweiser und sie gaben Entfernungsangaben
in Meilen bis zum nächst größeren Etappenziel an.
Eine Römische Meile betrug etwa 1,5 Kilometer (genau 1478 m) Die Breite der Straßen
lag zwischen 5 und 7 Meter. Wobei beidseitig der Straße, wenn es
das Gelände ermöglichte, ein 3 Meter breiter Streifen angelegt
wurde. Im Gebirge baute
man die Straße nicht breiter als 3 Meter. Die Trasse legte man
so direkt wie nur immer möglich. Deshalb gibt es im Gebirge
auch häufig steil ansteigende Strecken. Nur so war es
möglich Truppenverschiebungen und Nachrichtenübermittlungen
durch Boten auf dem kürzestem Wege zu realisieren. An besonders gefährlichen Stellen der Straße wurden sogenannte Geleisestraßen in den Fels geschlagen, oder der Straßenbelag mit Rinnen versehen. Diese Geleisrinnen sind durch den starken Verkehr häufig tief durch die Räder der Wagen ausgeschliffen worden, so daß Radnaben auflagen und die Straße deshalb erneuert werden mußte. Die Spurbreite des römischen Wagens betrug 107 cm, im Mittelalter 100 cm. Dadurch sind heute die Trassierungen der Römerzeit und des Mittelalters genau zu identifizieren. |
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