DAS
VOGTLAND
Was hat es Besonderes
zu bieten gegenüber anderen Gegenden. Sicherlich hat es ebenso seine
Reize wie andere Regionen auch.
Es ist eine liebliche
Landschaft, dieses Vogtland. Täler und bewaldete Höhen wechseln
ab mit malerischen Wiesengründen. Typisch sind seine busch- und baumbestandenen
Hügel, die inmitten von Wiesen und Feldern für Abwechslung
in der Landschaft sorgen. Diese Basaltkuppen mögen aber
auch viele Bauerngeschlechter zur Weißglut getrieben haben,
denn oft befinden sie sich mitten im Feld. Die Dörfer und Städte
des Vogtlandes wecken das Heimatgefühl bei seinen bodenständigen und bescheidenen
Bewohnern.
Mit der Hände
Fleiß machten sie die Landschaft draußen in der Welt bekannt
mit Musikinstrumenten, Plauener Spitze und hochwertigen Webereierzeugnissen.
Fast schon zu viel
des Lokalpatriotismus, aber die Wiege des ersten deutschen Astronauten
aber auch
die des ersten deutschen Kosmonauten standen im Vogtland. Und
der Eisenbahnpionier Sachsens und Erbauer der Göltzschtalbrücke
wurde hier im Vogtland, in Wernesgrün, geboren.
Von der Endung grün
an
vielen Ortsnamen wollen wir erst gar nicht zu philosophieren beginnen.
Aber von den "Grüngenifften",
den Grünen Klößen, die nicht von grüner Farbe, sondern
grün sind, weil sie von rohen geriebenen Kartoffeln hergestellt werden,
müssen wir schon reden. Einfach, weil uns da das Wasser im Munde zusammenläuft.
Wenn aber schon vom Wasser im Munde die Rede ist, ein gutes
Bier aus Wernesgrün muß da schon bei den kullinarischen
Genüssen erwähnt werden...
Wer
mehr auf Gesundheit achten möchte, das Vogtland verfügt
über weltbekannte Bäder, dessen Trinkbrunnen verschiedene
Leiden lindert oder gar heilen kann.
DAS
LAND DER VÖGTE ...
... hat
seine Wiege im Ostthüringischen Weida und Wünschendorf. Bei der
Einweihung der
Johanniskirche zu Plauen wurde als Zeuge ein Erkenbertus
von Witha genannt, dessen Sohn Erkenbert II. das Burgwart Veitsberg (Wünschendorf)
und später Weida als Reichslehen erhielt. Die Vögte gaben ihrem
Herrschaftsgebiet den Namen "terra advocatum" - Land der Vögte, was
zu Vogtland verkürzt wurde. Mit dem Ausbau von Weida und der Zuerkennung
des Stadtrechtes um 1209 entwickelte sich die Stadt zu einem weltlichen
und geistigen Machtzentrum im mitteldeutschen Raum, dessen Verfall mit
Streitigkeiten um Macht und durch Erbteilungen begann. Zu den frühesten
Klostergründungen gehört das Prämonstratenserkloster Mildenfurth
als das erste Kloster des Vogtlandes überhaupt. Es wirkte mit einem
Dominikanerinnenkloster vom heutigen Wünschendorf aus entscheidend
auf die Entwicklung
des Vogtlandes ein.
Das Vogtland erstreckt sich heute auf Gebiete
Sachsens, Ostthüringens, Bayerns und der Tschechischen Republik.
Rechts und links der Weißen Elster
reicht es vom Vorgebirgsland bei Weida hinauf ins Elstergebirge, aber auch
hin zum Erzgebirge und in das Böhmische Becken sowie hinein
ins oberfränkische Regnitzland. Faszinierend ist der Wechsel vom protestantischen
deutschen Teil ins
katholisch geprägte Gebiet auf
tschechischer Seite, das einst zur
Österreichisch-Ungarischen
Monarchie gehörte. Ebenso ist im
bayrischen Vogtland der katholische
Glaube vorherrschend.
Wir werden die
Region Vogtland auf unseren Wanderungen
nicht gar zu sehr einschränken, und auch Ziele im Erzgebirge mit einbeziehen.
Auf den folgenden Seiten dieser
Homepage soll sich nicht unmittelbar mit
der Geschichte dieser wohl einzigartigen schönen Landschaft des Vogtlandes
beschäftigt werden.
Vielmehr wollen wir die schönsten
Wanderziele besuchen und beschreiben, die sich dies- und jenseits der alten
Grenze zwischen
Deutschland und Böhmen befinden.
Wanderziele, die schon in früheren
Zeiten beliebt waren und gern erwandert worden sind.
Dabei bleibt es aber nicht aus, daß
uns auch die Geschichte auf Schritt und Tritt verfolgen wird. Insbesondere
die unglückseligen Ereignisse vor Beginn, während und mit Ende
des Zweiten Weltkrieges haben diesen Landstrich
und auch die von uns besuchten
Wanderziele nachhaltig verändert.
Neu entdeckt haben wir für uns
das Vogtland nach der Wende 1989.
Wieder erhältliche Heimatliteratur
und die langsame Öffnung der Grenze nach Böhmen, weckte die Lust
in uns
alte Wanderziele wieder zu begehen.
Und als wir einst den weiten Weg von Bad
Elster zur Elsterquelle hinter uns gebracht hatten und wir in stiller
Waldeinsamkeit dem
Gurgeln der Quellwasser lauschten, aus denen sich
unser Heimatfluß, die Weiße
Elster entwickelt, da wuchs in uns der Wunsch dem Flußlauf von der
Quelle bis zur Mündung zu folgen. Das haben wir in Etappen getan und nicht
alles, aber viele interessante Sequenzen dieser Fluß- und Kulturlandschaft,
in uns aufgenommen. Wir hoffen, daß der Elsterradweg ebenso seine Liebhaber
findet, wie andere Radwege an den Flüssen unserer Heimat
auch.
Ohne
den Premiumwanderweg des Sächsischen Vogtlandes den Vogtlandpanoramaweg
genannt zu haben wäre diese Seite unvollständig. Wir sind
diesen Weg zwar noch nicht komplett gewandert, haben aber
Teilabschnitte kennen gelernt. Vielleicht schaffen wir es
auch noch diesen Wanderweg zu beschreiben.
Ebenso
wie der Elsterradweg faszinieren uns die Kammloipe und die
Skimagistrale, die, ob wir wollen
oder
nicht, zum Erzgebirge gehören. Weil aber Vogtland und Erzgebirge
im "Naturpark Erzgebirge / Vogtland" zusammengefaßt sind wollen wir die
Trennung dieser Landschaften nicht all zu verbissen sehen.
Wer den schönen Schneckenstein im Winterkleid besucht, der
fühlt sich an den guten Weihnachtsstollen erinnert, und
den kann man nach einer Skitour in der Loipe gut vertragen.
Also es geht nicht die schönen Loipen des Vogtlandes und
des Erzgebirges unerwähnt zu lassen. Trotz Klimaveränderung
ist die Schneesicherheit noch immer gegeben. Hoffen wir,
daß uns der Schnee noch eine Weile erhalten bleibt. Wenn
nicht bleibt ja noch der Wanderstock und für gut durchtrainierte
Sportler das Montainbike.
Gehen Sie mit uns
auf Entdeckungsreise!