Das Kloster Mildenfurth
Hauskloster und Grablege der
Vögte
1193 stifteten Heinrich II,
der Reiche, Vogt von Weida, und seine Gemahlin Beate das Kloster Mildenfurth
als Hauskloster und Grablege.
Das Kloster Mildenfurth war
das erste Ordenshaus im Vogtland.
Mildenfurths erste Chorherren
kamen aus dem Magdeburger Stift Unser Lieben Frauen, dem Mutterkloster.
Berthold, Prior des Magdeburger
Stifts, wird als erster Probst von Mildenfurth genannt.
Noch vor 1209 erhielt Mildenfurth
die bischöfliche Bestätigung.
1230 nimmt Papst Gregor
IX. das Kloster in Schutz, privilegiert es und bestätigt seine Besitzungen.
Der Niedergang des Mildenfurther
Klosterlebens zeichnete sich schon bald nach der Einführung der Reformation
ab. Nach Einführung der Lutherischen Lehre 1517 bekannte sich der
Landesherr bereits 1521 zur neuen Lehre. Das Kloster Mildenfurth befand
sich im Kernland der Reformation. Es verfiel deshalb zusehens im Laufe
der Jahrhunderte, so daß sich seine einstige Größe und
Pracht heute nur noch anhand der baulichen Reste erahnen läßt.
Zunächst genutzt
als Altersheim
nach dem
2. Weltkrieg und
dann als landwirtschaftliches Lager völlig verkommen, wird seit 1989
viel für seine denkmalschützende Pflege getan. Es ist zu einem
kulturellen Mittelpunkt der Region um Wünschendorf geworden. Geschichte des
Klosters Mildenfurth
aus Arbeitsheft des Thür.
Landesamtes für Denkmalpflege.
(Beilage OTZ 30.01.2003)
nn |